Preisvergleich:

Heizölpreise: Markt wartet auf richtungsweisende Impulse

15.06.2020, 09:06 Uhr von

2020-06-15T07:06:00.000Z
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Internationaler Markt

Nachdem die Ölpreise in der vergangenen Woche durch rasche Preisbewegungen durcheinander gewirbelt wurden, starten sie in dieser Woche recht verhalten und abwartend.

Die erste Euphorie nach dem Beschluss der OPEC+ Kürzung war recht schnell wieder verflogen. Katapultierte sie vor einer Woche noch die Preise aufwärts, folgte recht zügig die Ernüchterung. Dies liegt sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite begründet. Das neu erreichte Preisniveau von Anfang letzter Woche ist für die US-Schieferproduzenten profitabel, denn dadurch wird die Produktion wieder lukrativ. Zu versuchen, durch eine Anhebung der Förderquoten die Verluste, die durch die Corona-Krise entstanden sind, wieder aufzufangen, lohnt sich also für die USA durchaus.

Unabhängig von der Lage in den USA strebt auch Libyen wieder eine höhere Produktion an. Die Mengen, die durch diese beiden Spieler auf den Markt gebracht werden könnten, haben ausreichend Potential dem Ziel der OEPC+, den Markt ins Gleichgewicht zu bringen und die Preise zu stabilisieren, entgegenzuwirken.

Auf der Nachfrageseite belastet nach wie vor der Risikofaktor Corona-Pandemie. Auch wenn inzwischen viele Länder wieder versuchen in die Normalität zurückzukehren, verunsichern die aktuellen weltweiten Zahlen der Neuinfektionen, vor allem in den USA. Die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle belastet den Markt also weiterhin.

Heute Morgen starten die Ölbörsen nur wenig bewegt in die neue Woche. Richtungsweisende Impulse werden in dieser Woche erst wieder von den bevorstehenden Monatsberichten der IEA (Internationale Energieagentur) und OPEC (Organisation Ölexportierender Länder) erwartet.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) kostet zurzeit 35,10 Dollar Tendenz: steigend. Die Nordseesorte Brent steht bei 37,97 US-Dollar Tendenz: steigend das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 324,00 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8882 Euro Tendenz: steigend zu haben. Damit kostet der Euro 1,1254 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortags(Freitag) an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise starten deutschlandweit uneinheitlich und nur wenig bewegt in die neue Woche. In unserer 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz ist diese Seitwärtsbewegung sehr gut zu sehen. Durch die inzwischen erreichten Tiefstpreise ist das Interesse an Heizöl im Binnenmarkt wieder angestiegen. Die Kunden sichern sich ab und kaufen ihr Heizöl jetzt. Das Kaufinteresse unserer Kunden steht heute Morgen auf höchstem Niveau. Diese Information können Sie unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl entnehmen. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Der Anteil unserer Leserschaft, der auf tiefere Preise hofft, ist übers Wochenende unverändert hoch geblieben. Insgesamt können beide Instrumente als Kaufempfehlung unserer Kunden interpretiert werden.

Die Trendkanäle unserer Heizölpreis-Tendenz richten sich in allenAnsichten abwärts. Für unsere Kunden sind dies sowohl kurz- als auch langfristig erfreuliche Aussichten.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank eine Füllung verlangt kaufen Sie jetzt. Wenn Sie hingegen genügend Heizöl im Tank haben und den spekulativen Kick lieben, riskieren Sie es auf bessere Preise zu setzen. Die Aussichten auf noch günstigere Preise sind gut.

Gut zu wissen: Es gibt immer wieder Missverständnisse darüber, was das Klimapaket der Bundesregierung für Ölheizungen bedeutet. Bestehende Ölheizungen können ohne Einschränkungen weiterlaufen. Ab dem Jahr 2026 sollen lediglich neue Ölheizungen (auch wenn sie alte Anlagen ersetzen) regenerativ ergänzt werden, also etwa mit Solarwärme für Brauchwasser. Aber auch hier gibt es viele Ausnahmen, etwa wenn kein Gas- oder Fernwärmeanschluss vorhanden ist oder wenn die Kosten zu hoch sein sollten. Weitere Informationen

Damit Sie beim Heizölkauf bestmöglich sparen können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom 15 Juni 2020

Heizölpreise-Chart vom 2020-06-15
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 15 Juni 2020, pro 100 Liter (links) und 3.000 Liter (rechts). Preise inkl. MwSt.

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