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Saudische Ost-West-Pipeline soll bald wieder Betrieb aufnehmen. Ölpreise fallen 

von Steffen Bukold

Saudische Ost-West-Pipeline soll bald wieder Betrieb aufnehmen. Ölpreise fallen 

Internationaler Markt

Die Rohölpreise geben heute weiter nach. Brent-Rohöl kostet am Morgen nur noch knapp 103 Dollar je Barrel, also sechs Dollar weniger als in der ersten Wochenhälfte. 

Immer mehr Marktbeobachter bestätigen, dass die wichtige Ost-West-Pipeline schon in wenigen Tagen schrittweise den Betrieb wieder aufnehmen wird. Auch die etwas umständliche Route mit Umladungen zwischen Tankern vor der Küste des Oman läuft offenbar wie geplant an.

Analysten warnen dennoch vor zu viel Optimismus. Im Moment wird vor allem die Risikoprämie abgebaut, die ein vollständiger Stopp der saudischen Exporte bedeutet hätte. An der insgesamt knappen Versorgung ändert sich vorerst nichts.

Das gilt vor allem für die Straße von Hormus. Die britische Seehandelsbehörde UKMTO meldete gestern erneut einen Angriff auf ein Schiff in der Meerenge, nordöstlich der omanischen Stadt Khasab. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten einen unter togoischer Flagge fahrenden Tanker gestoppt, der die Meerenge ohne iranische Genehmigung passieren wollte. Teheran beansprucht weiterhin die Kontrolle über die Wasserstraße.

Auch im Roten Meer bleibt es gefährlich. Saudische Truppen und die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz haben sich gestern neue Angriffe geliefert. Das macht nun auch China nervös, das sich bisher eher zurückgehalten hatte. Peking drängte den Iran, mäßigend auf die Huthi-Miliz einzuwirken. In Washington herrscht weiter Ratlosigkeit. US-Präsident Trump erwägt offenbar neue Militärschläge gegen den Iran. 

Ratlos wirken auch viele Ölmarktbeobachter. Die Analysten der einflussreichen Investmentbank JPMorgan veröffentlichen derzeit keine Prognosen zum Ölpreis. Man wisse schlicht nicht, wie das Ende des Konflikts modelliert werden könnte. Sie vermuten, dass die aktuelle Ölnachfrage deutlich niedriger liegt als bislang vermutet. Das verhindert im Moment einen weiteren Ölpreisanstieg.

Bei den Ölprodukten ist die Lage unverändert kritisch. Russland verlängerte seine Exportverbote für Diesel und Benzin, ukrainische Drohnen trafen zuletzt die Raffinerie im russischen Jaroslawl. China und die USA prüfen ihrerseits Ausfuhrbeschränkungen. Saudi Aramco, sonst ein großer Exporteur, kauft derzeit Diesel und Benzin im Mittelmeerraum ein, weil die eigenen Raffinerien den Bedarf nicht vollständig decken können.

Dennoch ist die Stimmung an den Ölbörsen zum Wochenausklang relativ ruhig. Brent-Rohöl kostet aktuell 102,69 US-Dollar je Barrel Preise fallen. Die US-Rohölsorte WTI steht bei 100,25 US-Dollar je Barrel Preise fallen. ICE-Gasoil wird zu 1.473,75 Dollar je Tonne gehandelt Preise fallen. Der US-Dollar ist 0,8707 Euro wert Preise fallen. Der Euro notiert bei 1,1482 Dollar Preise steigen. Die Pfeile zeigen die Preisveränderungen im Vergleich zum gestrigen Handelsauftakt.

Nationaler Markt

Auch bei den Heizölpreisen kommt die Entspannung an den Ölbörsen jetzt an. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt am Morgen einen landesweiten Durchschnittspreis von 174 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3.000 Liter). Das sind knapp vier Euro weniger als gestern um diese Uhrzeit. Das wird noch keine Jubelstürme auslösen, aber immerhin ist der steile Aufwärtstrend bei den Preisen erst einmal gestoppt.

Die Orderwelle ist in den letzten Tagen abgeebbt. Die Zahl der Bestellungen ist wieder auf einem normalen Niveau angekommen. Der Markt ist weiter lebendig, aber weniger nervös. Die Kaufbereitschaft, also das Verhältnis zwischen Preisanfragen und Bestellungen, ist auf den untersten Wert der Skala gefallen. Die Angebote werden ausgiebig geprüft. Das passt auch zur Stimmung. Optimistische und pessimistische Preiserwartungen halten sich mittlerweile die Waage.

Fazit: Zum Wochenschluss bröckeln die Preise, aber die Ursachen der Krise sind unverändert wirksam: Hormus, Rotes Meer, Russland und ein knapper Dieselmarkt. Wer demnächst ordern muss, sollte daher nicht zu lange warten. 

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Heizölpreise-Chart vom 18. September 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 18. September 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 18. September 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

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