Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Bestanddaten werden gefeiert, FED eiert

Die US-Bestandsdaten unterstützen die gegenwärtige Marktstimmung. Die steht auf Konsolidierung. Der Aufwärtstrend hat seinen Zenit einstweilen überschritten. Die Gegenreaktion auf die letzte Rallye kann ausgebaut werden. Deutsche Heizölverbraucher spüren davon nichts, da der Gasölpreis die Wende als einziger Öltitel verweigert. Darüber hinaus droht der Dollar nachhaltig die Richtung zu wechseln. Zwar ließ die gestrige Fußnote der US-Notenbank (FED) zur erneuten Zinssenkung die Gemeinde der Devisenhändler im Unklaren über die weiteren Schritte. Aber nachdem man eine Nacht darüber geschlafen hat, festigt sich die Meinung, dass es nun genug sei mit Zinssenkungen. Wenn es bei dieser Einstellung bleibt, wird sich der Dollar erheben.

Dass der Gasölpreis kaum Abstiegsneigung zeigt, signalisiert die angespannte Marktlage des Produkts. In Europa wird es tendenziell knapp bleiben. Das liegt in erster Linie an der Beliebtheit des Kraftstoffs Diesel für den Straßenverkehr. In Asien ist Diesel eine wesentliche Grundlage des Wirtschaftserfolgs. Dort werden nötige Raffineriekapazitäten ausgebaut. Gleichwohl läuft man mit der Verfügbarkeit hinter dem Bedarf hinterher.

Die gestern veröffentlichten Daten von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) über die wöchentliche Veränderung der US-Vorräte fiel verhalten positiv aus. Die wesentliche Erkenntnis ist, dass sich der aufbauende Trend bei Rohöl fortsetzt. Die Zahlen im Einzelnen:

Rohöl: +3,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,0 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +1,1 Mio. Barrel (DOE) bzw. +2,0 Mio. Barrel (API)
Benzin: -1,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. -3,0 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 3,4 (DOE) bzw. 0,0 (API) Mio. Barrel. Die Importe waren höher als in der Vorwoche und im Vorjahr. Die Raffinerieverfügbarkeit ist leicht auf 85 Prozent gesunken. Der Wert ist schlecht. Er spiegelt die Verfassung der US-Raffinerien wider.

Der Zuwachs in den Rohöllagern drückt auf die Preise. Der Abgang in den Benzinlagern schadet diesem Druck nicht. Heizöl in den USA ist ebenfalls unter Druck. Sollte sich die Tendenz fortsetzen, wird der Gasölpreis folgen. Die aktuelle Preisbewegung ist ein Abschmelzen von Übertreibung, also eine Konsolidierung. Es gibt keinen belastbaren Grund, einen Einstieg in einen größeren Preisrückgang zu prognostizieren. Dies bleibt die Domäne einiger weniger Auguren. Sie können mit einer entsprechenden Prognose Glück haben. Mehr als das wäre es nicht, wenn der Preis einer Abstiegswette tatsächlich folgte.

Wer weniger auf Wetten steht, sollte sich dem langfristigen Trend beugen und den Preisanstieg als eine den natürlichen Begrenzungen geschuldete Tatsachenentscheidung hinnehmen. Dagegen opponiert man erfolgreicher durch eine Veränderung des Verbrauchsverhaltens als durch lautstarken Protest. Unser Energieverbrauch bietet ein gigantisches Verbesserungspotenzial. Die Eingriffsmöglichkeiten sind so groß, dass sie Führung verlangen, um sich nicht zu verirren. Üblicherweise ist weder die Basis noch die Entwicklungsmöglichkeit für Effizienzsteigerung bekannt. Damit das bezogen auf den Raumwärmebedarf anders wird, haben wir ein Anschauungsinstrument geschaffen. Es heißt esytrol, das Logbuch für den Heizölvorrat. Es bietet weit mehr als nur Aufzeichnungsmöglichkeiten für den Heizölverbrauch. Der Raumwärmebedarf des eigenen Hauses wird dargestellt. Er wird um natürliche Wettereinflüsse bereinigt und damit allgemein vergleichbar. Angegeben wird dieser in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Dieser Wert ist für ein Haus das, was der Kraftstoffverbrauch pro Hundert Kilometer für ein Auto ist. Mit diesem Wert hat man eine Grundlage für den aktuellen Wärmezustand des Hauses. Mit diesem Wert kann man jede Verbesserung messen. Verbesserungspotenzial wird auch als Geldwert genannt. Ein voreingestellter Testnutzer bietet die Möglichkeit, sich den Umfang des Instruments anzuschauen, ohne eigene Daten eingeben zu müssen.

Es ist höchste Zeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen, auch wenn die aktuelle Preisentwicklung Entspannung signalisiert. Die Tonne Gasöl kostet heute Morgen 1.079,75 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 113,47 Dollar.

Unsere Heizölpreise geben entgegen der Weltmarkttendenz nicht nach. Hartnäckige Gasölpreise und der erstarkende Dollar verhindern dies. Für die nächsten Tage sehen wir dennoch die Möglichkeit einer leichten Preisverbesserung. Nennenswerte Kostenverbesserungen kann es aber nur über Verbrauchssenkung geben. Es empfiehlt sich, den Zustand des eigenen Hauses zu kennen, bevor man sich Sparmaßnahmen verkaufen lässt.

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