Unseren neuen Kommentar für den 20.06.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Im Trend gefangen

Internationaler Markt

Öl ist teurer als Produzenten und Finanzjongleure es sich zu hoffen erlaubten. Selbst deutlich angehobene Preisprognosen werden durch die Realität getoppt. Dennoch wollte der saudische Ölminister Khalid al-Falih nicht mal am Wochenende Ruhe geben. Er bemüht sich schon wieder um eine Verlängerung des Abkommens zur Produktionskürzung über das Jahr 2018 hinaus.

Die Angelegenheit ist möglicherweise die größte Erfolgsgeschichte der OPEC. Sie wird von den Beteiligten in bemerkenswerter Weise respektiert. Im Dezember wurden die Vorgaben sogar zu 129 Prozent umgesetzt. Derartige Zahlen sind aus der Geschichte unbekannt.

Neben guter Disziplin steht den Alliierten allerdings auch viel Glück zur Seite. Immer wieder kam es im Verlauf des Abkommens zu ungeplanten Versorgungsstörungen und Nachfrageschüben. Aktuell fehlen größere Ölmengen aus Venezuela. Das Land mit den weltweit umfangreichsten Reserven droht zu kollabieren. Möglicherweise wird noch mehr Ölangebot ausfallen.

Derweil ist die Nachfrage nach Heizöl und Diesel in Amerika besonders hoch. Im Norden wird sie durch einen extrem kalten Winter getrieben. In der Mitte und im Süden brummt das dieselgetriebene Transportwesen aufgrund guter Konjunktur. Überhaupt erfreut sich Dieselkraftstoff weltweit allen Unkenrufen und Skandalen zum Trotz großer Beliebtheit.

In den USA produzieren Raffinerien deshalb mehr Mitteldestillate (Heizöl, Diesel, Kerosin) als zu dieser Jahreszeit üblich. Die Bestände sinken dennoch. Die Erhöhung des Mitteldestillate-Ausstoßes geht zu Lasten der Benzinproduktion. Es ist jetzt schon absehbar, dass es zu Beginn der Fahrsaison, also während der Osterzeit, Benzinpreiserhöhungen geben wird.

Trotz dieser bullisch klingenden Lagebeschreibung gibt es berechtigte Hoffnungen, dass der Aufwärtstrend der Ölpreise ein Ende findet. Die globalen Produktionsmöglichkeiten im Allgemeinen und die Erhöhung der Produktion in den USA im Speziellen lassen eine Überversorgung im Verlauf des Jahres wahrscheinlicher erscheinen als Engpässe. Sie muss nur eines Tages sichtbar werden.

Heute Morgen ist Öl mal wieder teurer als gestern. Der Preisbewegung liegt kein signifikantes Ereignis zugrunde. Es handelt sich vielmehr um die logische Veränderung innerhalb eines bestehenden Trends. So ein Trend existiert auch für den Dollar, allerdings zu Gunsten der Verbraucher im Euro-Raum.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 63,96 Dollar und das Barrel Brent zu 69,40 Dollar gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 613,25 Dollar . Der US-Dollar kostet 0,8158 Euro . Damit kostet der Euro 1,2253 Dollar . Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise bleiben ihren Trends treu, wie die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt. In der 12-Monats-Ansicht wird das besonders deutlich. Hier schlug der Preis auf der unteren Begrenzung auf, um von dort wieder abzuheben. Irgendwann in nicht all zu ferner Zukunft sollte ein Durchbruch nach unten erfolgen.

Das Heizölgeschäft im Binnenmarkt ist mittlerweile normal belebt. Die immer noch fehlende Aussicht auf sinkende Preise treibt viele Kunden zum Kauf. Beobachter interpretieren die Zeichen anders. Bei ihnen wuchs die Hoffnung auf fallende Preise mit dem kleinen Preisrückgang der letzten Tage. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf höchstem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem starken Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Preistrends sind für Verbraucher wenig verheißungsvoll. Mit Ausnahme der Darstellung in der sehr langfristigen Zehn-Jahres-Ansicht sind alle Trendkanäle bullisch.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Sie keine spekulativ eingestellte Persönlichkeit sind, verschaffen Sie sich durch einen Heizölkauf Ruhe! Als Preisspekulant sollten Sie ein Geduldspolster mitbringen, das den Winter überdauert.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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