Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Krise ist nicht überall

Die US-Wirtschaft macht nicht das, was man von ihr erwartet. Sie wächst nicht genügend. Ihre Bürger reduzieren das hemmungslose Konsumieren und ihre Produzenten schaffen nichts, was ihnen der Weltmarkt aus den Händen reißen möchte. Sogar der Ölkonsum, einst das Zugpferd des Landes, zeigt deutliche Schwächen. Nur eins schaffen die USA wie kaum ein anderes Land, das Schuldenmachen im ganz großen Stil. Weil sie das nicht einstellen können, denkt die Notenbank nun über eine neue Runde des Gelddruckens nach. Weniger Ölkonsum kann den Ölpreis drücken. Die Dollarinflation wird ihn aber hoch halten. Die Entwicklung in den USA ist im Vergleich zu dem, was sonst auf der Erde geschieht, zweitrangig. Mehr Einfluss hat beispielsweise die Tatsache, dass die chinesische Wirtschaft um gewaltige 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum wächst. Der Ölkonsum des Landes zieht dabei in Gänze mit. Mehr Öl wird auch im Nahen Osten verbraucht. Dort sind die Pro-Kopf-Verbrauchszahlen und die Wachstumsraten die größten, die man global findet. Schwerer als dieser Umstand wirkt allerdings die Tatsache, dass Saudi Arabien Probleme hat, die eigene Ölproduktion zu steigern. Mittlerweile ist die Ölförderung dort kompliziert und teuer geworden. Die Saudis benötigen für ihr Öl derzeit mehr Geld, als man am Weltmarkt zu zahlen bereit ist. Das ist der Grund, warum das Angebot höher als die Nachfrage ist. Da der Markt das Öl bald abfragen muss, weil es gebraucht wird, ist eine Preissteigerung unvermeidlich.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst rasant
FED denkt wieder über Gelddrucken nach
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Saudis wollen mehr Geld für ihr Öl
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Miese US-Wirtschaftsdaten
US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Geringe Benzinnachfrage in den USA
Freigabe von strategischen Ölreserven
Insgesamt hohe US-Bestände
Saudis haben genug Öl im Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Diese Tatsache scheint der Wirtschaftentwicklung zu widersprechen. Ausdruck findet der vermeintliche Widerspruch durch die gegenläufigen Aktienmärkte. Im Fokus stehen dabei aber nur die alten Industrienationen. In den sogenannten Schwellenländern läuft die Wirtschaft hingegen wie geschmiert. Dorthin fließt immer mehr Öl. Dort liegt der Grund für die Teuerung. Aktuell liegt er auch im steigenden Dollarkurs. Die Währung ist trotz der Kritik an den USA das Gegenmodell zum schwer angeschlagenen Euro. Die Lage in der EU und in den USA ist prekär. Nur damit ist die Hoffnung auf sinkende Heizölpreise begründbar. Aus dem Rest der Welt kommen hingegen Signale, die eine Teuerung erwarten lassen. Der Trend spricht ebenfalls für Teuerung. Man sollte die Heizölpreise in diesen Tagen eng verfolgen. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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