Preisvergleich:

Heizölpreise und Rhein-Pegel steigen

03.02.2021, 09:02 Uhr von

2021-02-03T08:02:00.000Z
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Internationaler Markt

Brent und WTI bauen ihre neuen Langzeithochs weiter aus. Trader und Marktbeobachter fokussieren sich derzeit auf alle verfügbaren Hinweise, die eine Verknappung des Ölangebots in den kommenden Wochen untermauern, und das schiebt die Ölpreise an ICE und NYMEX weiter an. So wird ein umfangreicher Rohölkauf der Shell als Bevorratung für knappere Zeiten gedeutet. Das Ölunternehmen soll zu Wochenbeginn am physischen Markt so viel Nordsee-Rohöl geordert haben wie seit Langem nicht mehr. Laut Nachrichtenagentur Bloomberg handelt es sich um den umfangreichsten Kauf eines einzelnen Unternehmens seit mindestens 2008.

Preisstützend wirken heute Morgen auch die vorläufigen US-Ölbestandsdaten. Die Rohöl- und die Produktbestände der USA sind in der letzten Januarwoche stärker gesunken als erwartet. Das meldete das American Petroleum Institute (API) gestern in den späten Abendstunden. An den Ölbörsen wartet man jetzt gespannt darauf, ob die offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE) dies heute Nachmittag bestätigen. Die Trader werden für eine genauere Einschätzung besonders die Daten zum Außenhandel in den Blick nehmen.

Weiterhin profitieren die Ölfutures davon, dass die OPEC+ ihren Job gut gemacht hat: Die Kürzungsallianz hält die vereinbarte Produktionsmenge offensichtlich gut ein. Saudi-Arabien wird im Februar und März weniger Öl auf den Markt bringen. Im Hinblick auf die weitere Entwicklung schauen die Marktteilnehmer heute auf die Sitzung des OPEC+ Kontrollgremiums JMMC. Man wird vor allem verfolgen, ob es Neuigkeiten zu den lange versprochenen Kompensationskürzungen des Iraks gibt.

Mit einem knapperen Angebot verlieren die Nachfragesorgen an Dramatik. Derzeit wollen die Trader daran glauben. Ob dieses Szenario real ist, muss sich jedoch beweisen. Wer die Entwicklung der letzten Monate Revue passieren lässt, der erinnert sich, dass die Märkte bereits viele Vorschusslorbeeren erhalten haben. Die Hoffnung auf eine Nachfrageerholung – getragen von der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie – waren Auslöser dafür. Hier bleiben die starken Unsicherheiten und damit ein latent bärischer Faktor, der zunächst im Hintergrund mitschwingt.

Die Notierungen an den Ölbörsen starteten am frühen Morgen in etwa auf dem hohen Niveau, das sie am Dienstagabend erreicht hatten. Zur Stunde ziehen sie weiter an.

Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 55,20 Dollar Tendenz: steigend. Die Nordseesorte Brent steht bei 58,05 US-Dollar Tendenz: steigend das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 475,50 Dollar Tendenz: steigend gehandelt. Der US-Dollar zeigt sich wieder etwas fester und kostet heute Morgen 0,8305 Euro Tendenz: steigend. Damit kostet der Euro 1,2039 Dollar Tendenz: fallend. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise legen heute fast überall in Deutschland zu. Die Trends der kurzen Zeitbereiche haben sich aufwärtsgerichtet, wie die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt. Im Bundesdurchschnitt kosten 100 Liter Heizöl rund 56 Euro bei einer Standardlieferung von 3000 Litern.

Einfluss auf die Preisentwicklung im Binnenland nehmen vor allem die höheren Rohölpreise am internationalen Markt. Doch auch das Rheinhochwasser hat seinen Anteil, ist der Rhein doch einer der wichtigen Transportwege für Heizöl. In weiten Teilen des Flusslaufes wird es inzwischen eng unter den Brücken, sodass die Schifffahrt deutlich eingeschränkt ist. Bei weiter steigenden Pegelständen droht ein Fahrverbot.

Die Hoffnung auf günstigere Heizölpreise hat nachgelassen. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt eine mittlere Kaufbereitschaft. Es misst die tatsächlich aufgegebenen Bestellungen nach einer Preisanfrage. In der Lesereinschätzung erwarten 56 Prozent künftig sinkende Preise.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt im Raum Frankfurt Kaufsignale. Nach der esyoil-Formel wird aus Vergangenheitswerten für die Gegenwart errechnet, ob der aktuelle Heizölpreis besonders günstig ist. Ist das der Fall, wird ein Kaufsignal angezeigt.

Die Heizölpreistrends der kurzen Zeiträume weisen nach dem jüngsten Preisanstieg aufwärts. Nicht gerade ermutigend für alle, die bald zugreifen wollen. Allein in den langfristigen Ansichten sind die Trendkanäle abwärts gerichtet.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wer seinen Tank zeitnah füllen muss, kann mit einer Bestellung dem Risiko weiter steigender Preise aus dem Weg gehen.

Klarstellung: Seit einiger Zeit nehmen wir Missverständnisse der öffentlichen Meinung über die Zukunft der Ölheizung wahr. Deshalb möchten wir darauf hinweisen, dass das Heizen mit Öl durch den Gesetzgeber nicht verboten ist, weder jetzt noch in Zukunft und auch nicht ab 2026. Ab dem Jahr müssen neue Ölheizungen lediglich mit einem regenerativen Anteil ausgestattet sein, beispielsweise mit Solarkollektoren für die Erwärmung von Brauchwasser. Weitere Informationen

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab plus hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom 03 Februar 2021

Heizölpreise-Chart vom 2021-02-03
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 03 Februar 2021, pro 100 Liter (links) und 3.000 Liter (rechts). Preise inkl. MwSt.

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