Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Ölpreise seitwärts - Markt ohne Impulse

Internationaler Markt

Die Ölpreise bewegen sich seit Tagen kaum von der Stelle. Das Preisband von 72-75 Dollar je Barrel bestimmt das Geschehen. Aktuelle Marktdaten wie z.B. die steigenden Lagervorräte in den USA müssten Rohöl eigentlich verbilligen, aber die Unsicherheit aufgrund der möglichen Sanktionen gegen den Iran verhindert das im Moment.

Vor allem Saudi-Arabien drängt jetzt auf deutlich höhere Ölpreise. Sie sollen Wirtschaftsreformen finanzieren, die das Land unabhängiger vom Öl machen sollen. Ironischerweise wächst also dadurch einmal die Abhängigkeit vom Ölpreis. Jeder dritte Saudi arbeitet im Öffentlichen Dienst und diese Jobs werden durch die Einnahmen aus den Ölexporten gesichert. Zudem braucht das Land große Devisenbestände, um das Vertrauen in seine Währung zu stabilisieren.

Doch der Weg Richtung 100 Dollar je Barrel könnte dieses Mal steiniger werden als in den Jahren vor 2008 und nach 2010. In den wichtigsten Wachstumsmärkten in Asien wurden die Ölsubventionen und die staatlichen Preiskontrollen zum großen Teil abgeschafft. Höhere Preise kommen also direkt beim Verbraucher an. Die Ölnachfrage könnte schneller als in der Vergangenheit reagieren, zumal mit Erdgas oder mit Elektroautos attraktive Alternativen zur Verfügung stehen.

Ein zweites Hindernis, das den 100 Dollar je Barrel entgegensteht, ist das weiter steigende Ölangebot. Neben dem amerikanischen Schieferöl sollte hier der Irak nicht vergessen werden. Das Land hat enorme Ölreserven, die in sehr großen Feldern und zu geringen Förderkosten bereitstehen. Die Probleme liegen eher in der Politik und der Infrastruktur: Mühsame Verhandlungen mit den Ölkonzernen, langsame Entscheidungsprozesse und eine endemische Korruption bremsen den Ausbau.

Aber erst gestern kam Bagdad einen Schritt weiter. Mit ExxonMobil und Petrochina zusammen sollen im Süden des Landes Strom und vor allem Wasser bereitgestellt werden, das für den Fortschritt der Ölprojekte unverzichtbar ist. Im Prinzip könnte der Iran in wenigen Jahren seine Fördermengen von derzeit knapp 5 auf 8 Mio. Barrel pro Tag ausweiten. Aber in der Praxis wird es wohl langsamer laufen.

Heute morgen präsentieren sich die Ölpreise ohne große Veränderungen. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) liegt bei 68,30 Dollar je Barrel . Brent-Rohöl legt minimal zu auf 73,44 US-Dollar je Barrel . Gasöl gibt leicht nach auf 643,50 Dollar je Tonne . Der US-Dollar steigt weiter auf 0,8359 Euro . Damit kostet der Euro 1,1966 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise bleiben in Sichtweite des Jahreshochs, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Der starke Dollar und die stabilen Rohölpreise verhindern einen Preisrutsch. In den meisten Regionen Deutschlands müssen nach wie vor 64-65 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung gezahlt werden.

Der Binnenmarkt für Heizöl ist saisonbedingt wenig aktiv. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen vergleicht, zeigt jedoch eine relativ hohe Kaufbereitschaft der Interessenten für die nächsten Tage. Hohe Preise und milde Temperaturen bremsen die Kauflust, aber jeder Dritte rechnet mit weiter steigenden Heizölpreisen. Da wollen einige Verbraucher, die vor leeren Tanks sitzen, dann doch nicht länger warten.

Die kurz- und mittelfristigen Preischarts für Heizöl zeigen zudem einen stabilen Aufwärtstrend, auch wenn sich die Preise in den letzten Tagen nur wenig bewegt haben. Man muss schon fünf Jahre zurückgehen, um einen Abwärtstrend zu konstruieren.

Was tun? Wer zu lange gewartet hat und jetzt kaufen muss, könnte seinen Bedarf mit einer Teilmenge decken, auch wenn dadurch der Literpreis steigt. Das ist eine Spekulation auf fallende Heizölpreise, die aber einige gute Gründe anführen könnte. Sollten die Preise dennoch weiter steigen, muss nicht gleich reagiert werden.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

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Heizölpreise-Chart vom
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