Unseren neuen Kommentar für den 22.07.19 finden Sie hier.


Aufwärts immer, abwärts nimmer

Internationaler Markt

Was gestern richtig war, kann heute nicht falsch sein. So ähnlich dachten wohl auch viele Öltrader und trieben den Ölpreis gestern und heute Morgen erneut nach oben. Es ist bereits der neunte Aufwärtstag in Folge. So einen stabilen Trend hat es zuletzt vor 12 Jahren gegeben.

Die Preisdelle vom gestrigen Vormittag war rasch vergessen. In einem nachrichtenarmen Umfeld orientierte sich Öl vor allem an den optimistischen Aktienmärkten. Der Anstieg hielt sich jedoch in Grenzen, da die Daten vom steilen Lageraufbau am Mittwoch nun doch allmählich in die Köpfe einsickerten.

Auch gab es keine konkreten positiven Nachrichten vom amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt. Da kann Präsident Trump so oft "tremendous success" twittern, wie er will - der Markt ist skeptisch. Vielmehr verdichteten sich die Hinweise auf eine Abkühlung der chinesischen und amerikanischen Wirtschaft.

Wenn die globale Ölnachfrage schwächeln sollte, dann muss der nächste Push von der Angebotsseite kommen. Hier könnte der Iran unfreiwillig aushelfen: Die letzten Daten deuten darauf, dass die iranischen Exporte weiterhin schrumpfen, obwohl die US-Regierung die Sanktionen im November für die wichtigsten Importeure überraschend verwässert hatte.

Auch News aus Mexiko stützen den Ölpreis ein wenig: Das alljährliche Hedging der Ölausfuhren, also die Absicherung der Exporterlöse im Jahr 2019 über die Terminmärkte, ist abgeschlossen. Das nimmt Druck vom Ölpreis in New York. Diese "Versicherungspolice" kostete das Land 1,2 Milliarden Dollar. Im Land selbst wird Öl jedoch allmählich knapp, da der Diebstahl von Ölprodukten ein solches Ausmaß erreicht hat, dass die Regierung Militär zu den Raffinerien und den Pipelines entsenden musste. Viele Tankstellen werden jetzt nicht mehr beliefert.

Iran und Mexiko sind jedoch nur Nebenschauplätze. Der Kurs der Ölpreise wird vor allem von der Frage entschieden, ob die OPEC und Russland ihre Förderung schnell genug kürzen, um den Anstieg der amerikanischen Schieferölmengen auszugleichen. Dazu könnten am heutigen Abend die Daten zur Bohraktivität in den USA neue Hinweise geben.

Heute Morgen geht es erst einmal wie üblich aufwärts. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet aktuell 52,78 Dollar je Barrel . Brent-Rohöl notiert bei 61,81 US-Dollar je Barrel . Gasöl liegt bei 574,25 Dollar je Tonne . Der US-Dollar tendiert fast unverändert bei 0,8673 Euro . Damit tendiert der Euro bei 1,1528 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages.

Nationaler Markt

Heizöl wird seit Jahresbeginn Tag für Tag teurer, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Die Durchschnittspreise liegen heute Morgen über 68 Euro je 100 Liter (Standardlieferung) und peilen die 70-Euro-Marke an. Wenn der Euro gegenüber dem Dollar nicht zugelegt hätte, wäre die Marke wohl schon erreicht.

Die extrem hohen Margen im deutschen Heizölmarkt bleiben ein Ärgernis für die Kunden. Die Rohölpreise, also die Einkaufspreise der Raffinerien, liegen über 10 Prozent niedriger als im Frühsommer, aber der Heizölpreis ist nicht gefallen. Das mag für einige stark verschneite Landkreise gerechtfertigt sein, aber nicht für den landesweiten Durchschnitt.

Dennoch wird stark geordert. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen ins Verhältnis setzt, zeigt eine hohe Kaufbereitschaft für die nächsten Tage an.

Der kurzfristige Preischart treibt vielen Kunden den Angstschweiß auf die Stirn. Der Preiskanal zeigt zwar insgesamt noch abwärts, aber die Trendwende der beiden letzten Wochen ist deutlich. Der 12-Monats-Chart gibt kein klares Bild. Die Mehrjahrescharts zeigen aufwärts. Auch das mathematische Tiefpreis-System hat gedreht und rät nun nicht mehr zum Kauf.

Was tun? Die starken Schneefälle im Süden des Landes und der Preisrückgang im November und Dezember stellt für viele Verbraucher eine ausreichende Kaufmotivation dar. Der aktuelle Preistrend mahnt zusätzlich zur Eile. Der Preisoptimismus der Kunden ist stark eingebrochen. Nur noch 63 Prozent rechnen in der täglichen Umfrage mit weiter fallenden Preise. Das ist ein vergleichweise niedriger Wert.

Die langen Lieferfristen, die Risiken im internationalen Ölmarkt und mögliche Wetterkapriolen sollten zur Eile mahnen, wenn der Tank bedrohlich leer ist. Wer bereits vorgesorgt hat, kann abwarten, bis sich die Margen in seiner Region normalisiert haben.

Wenn Sie die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen wollen, sollten Sie aber in jedem Fall genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

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