Unseren neuen Kommentar für den 24.06.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Aufwärtseinfluss durch festeren Dollar

Internationaler Markt

Das überrascht. Die Rohölvorräte in den USA sollen laut American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche gesunken sein. Experten hatten hingegen mit einer Zunahme der Lagerbestände um 1,9 Millionen Barrel gerechnet. Die Ölpreise bewegt das heute Morgen jedoch kaum. Offensichtlich wollen sich die Trader vor einer Reaktion absichern und warten auf die offiziellen Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE), die um 17 Uhr veröffentlicht werden.

API meldete gestern in den späten Abendstunden einen Rückgang der Rohölreserven um 0,9 Millionen Barrel. Die Vorräte an Diesel und Heizöl sollen deutlicher als erwartet abgenommen haben. Bei Benzin habe es Aufbauten gegeben. Heute dürfte die Entwicklung der Preise an den Ölbörsen in London und New York stark davon abhängen, wie der DOE-Report ausfallen wird. Bestätigen sich die API-Zahlen, so ist mit einem preistreibenden Effekt zu rechnen. Allerdings sind für die Händler neben den reinen Bestandsveränderungen auch die DOE-Daten zu Nachfrage, Import und Export sowie zur US-Rohölförderung interessant.

Mit Spannung wird zudem die Entwicklung im Zentrallager in Cushing, Oklahoma, erwartet. Hier waren die Reserven in den letzten Wochen auf ein 3-Jahrestief gefallen und API spricht im aktuellen Bericht von einem erneuten Rückgang. Sollte das DOE dies bestätigen, so würde sich das preisstützend auswirken, auch wenn die Behörde landesweit gestiegene Ölreserven melden sollte.

Die US-amerikanische Zentralbank wird das Zinsniveau in diesem Jahr weiter anheben. Wie gestern Abend bekannt wurde, hatten die Notenbänker dies bei ihrem letzten Meeting beschlossen. Die Aussicht auf mindestens drei Anhebungen drückte die Aktienmärkte und stützte den Dollar. Der schwächere Euro macht Heizöl im Binnenland teurer.

Während die Ölpreise wenig verändert in den Tag starten, hat der Euro gegenüber dem Dollar Federn lassen müssen. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 61,15 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 65,03 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 576,25 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8146 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,2271 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Heizöl ist im Binnenland mit einem Preis von rund 58 Euro pro 100 Liter bei einer Standardbestellung von 3000 Litern für viele Kunden noch immer kaufenswert. In der 3-Monatsansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich heute Morgen ein leichter Preisanstieg.

Der US-Dollar zog gestern Abend an und setzte den Euro unter Druck. Das macht sich in den Morgenstunden mit einem moderaten Anstieg der Heizölpreise in Deutschland bemerkbar. Kunden, die den letzten Preisabgang noch nicht mitgenommen hatten und ihren Tank füllen müssen, sehen dennoch einen guten Kaufzeitpunkt, zumal die Aussicht auf weitere Preisnachlässe ungewiss ist. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt den höchsten Wert für die Kaufbereitschaft an. Nimmt die Anzahl der Bestellungen im Verhältnis zu den Anfragen zu, spricht das für eine hohe Kaufbereitschaft. In der Lesereinschätzung ist die Hoffnung auf sinkende Preise mit 76 Prozent eher mäßig ausgeprägt.

Die Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt ist derzeit schwer vorhersehbar, das überträgt sich auf die Heizölpreise. Die Preistrends in unseren Charts sind mehrdeutig. In den kurzfristigen Zeiträumen (3 und 6 Monate) zeigt sich ein Abwärtstrend. In der 12-Monatsansicht steht eine Entscheidung an: auf- oder abwärts, beides ist möglich. In den längerfristigen Charts prognostizieren die Trendkanäle steigende Preise, während es in der sehr langfristigen 10-Jahresansicht unbeirrt abwärts geht.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie jetzt bestellen. Liegt Ihnen das Spekulieren, dann bietet es sich an, zunächst einen Teil des Bedarfs zu decken, um bei einem etwaigen Preisabgang noch einmal zugreifen zu können.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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