Unseren neuen Kommentar für den 16.06.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Kleiner Abgang in einem bullischen Markt

Internationaler Markt

An ICE und NYMEX nahmen die Trader gestern Gewinne mit. Die Ölpreise, die jüngst den höchsten Stand der vergangenen drei Jahre erreicht hatten, gaben dadurch moderat nach. Ihrem Aufwärtstrend, der inzwischen seit einem halben Jahr besteht, bleiben sie trotz des Absackers treu. Die Stimmung am Ölmarkt ist derzeit einfach bullisch. Das liegt an einer knappen Marktlage und am festen Willen der Händler, auf steigende Preise zu setzen.

Spannend bleibt, wie lange sich die knappe Marktsituation in diesem Jahr halten wird. Dass es in den USA ein enormes Potenzial zur Steigerung der Ölproduktion gibt, ist kein Geheimnis. Im Dezember kletterte die Anzahl der Bohrlöcher, die für eine Erschließung vorbereitet sind, um 156 auf 7.493. Ein Jahr zuvor gab es lediglich 5.453 Ölquellen mit diesem Status. Die weitere Zunahme spricht dafür, dass es eine gute Grundlage gibt, um in den kommenden Monaten neue Quellen in Betrieb zu nehmen und die US-Ölproduktion anzukurbeln. Je länger die Rohölpreise auf hohem Niveau stehen, um so einladender sind die Voraussetzungen dafür.

Doch noch stützen geopolitische Spannungen im Nahen Osten, ein solides Nachfragewachstum und die in letzter Zeit beständig gesunkenen Rohölvorräte den Aufwärtstrend der Ölfutures. Ob die Reserven in den Öllagern der USA weiter abgenommen haben, erfahren die Marktteilnehmer heute am späten Abend, wenn das American Petroleum Institute (API) die US-Ölbestandsdaten der abgelaufenen Berichtswoche veröffentlicht. Die offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE) folgen am Donnerstag um 17 Uhr.

Heute Morgen starten die Rohölpreise leicht über dem Tiefststand von gestern. Der feste Euro gibt gegenüber dem Dollar etwas nach.

Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 63,75 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 69,15 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 613,00 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8181 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,2221 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise sinken heute Morgen in Deutschland. In der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich zur Freude der Verbraucher endlich eine abwärtslaufende Linie. Doch der Aufwärtstrend bleibt.

Im Vergleich zu den Preisen, an die wir uns in den letzten Jahren gewöhnen durften, ist das Niveau derzeit hoch. Ein moderater Abgang erfreut, ändert daran jedoch grundsätzlich nichts. Marktbeobachter bestellen jetzt. Das leuchtet ein, sind doch die Hoffnungen, die die Kunden in weiter sinkende Preise setzen, zurzeit eher mäßig ausgeprägt. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt den höchsten Wert für die Kaufbereitschaft an. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. In der Lesereinschätzung erwarten lediglich 69 Prozent künftig sinkende Preise.

Der Blick auf die Preistrends ist wenig aufbauend. In allen kurz-, mittel- und längerfristigen Zeitabschnitten weisen unsere Charts Aufwärtstrends aus. Lediglich die sehr langfristige 10-Jahresansicht prognostiziert sinkende Ölpreise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie jetzt bestellen. Liegt Ihnen das Spekulieren, dann bietet es sich an, zunächst einen Teil des Bedarfs zu decken, um bei einem etwaigen Preisabgang noch einmal zugreifen zu können. Geduld ist dafür derzeit allerdings unabdingbar.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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