Unseren neuen Kommentar für den 23.02.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Lange Lieferzeiten machen Druck

Internationaler Markt

Über Nacht sind die Ölpreise noch einmal gestiegen und setzen damit ihre kontinuierliche Aufwärtsbewegung seit dem Jahreswechsel fort. Der stützende Impuls kommt aus Peking. Dort verlängerten US-Delegierte und Vertreter der chinesischen Regierung ihre Handelsgespräche unerwartet um einen Tag. Trader werten das als positives Signal. Die Verhandlungsparteien scheinen eine Lösung ernsthaft anzustreben, auch wenn zur Stunde keine grundlegenden Fortschritte bekannt geworden sind. Gelingt es den Handelsstreit aufzulösen, würde das die Weltkonjunktur stärken und das käme auch der Ölnachfrage zugute. Die Folge wären steigende Preise für das schwarze Gold, so die Erwartung.

Gibt es hingegen bis Anfang März keine Einigung zwischen den USA und China, dann dürfte der Konflikt weiter eskalieren. Am 1. März läuft der vereinbarte „Waffenstillstand“ aus. Die USA würden dann die Importzölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar von 10 Prozent auf 25 Prozent erhöhen. Damit käme die Spirale der wechselseitigen Zollerhöhungen erneut in Gang. Das Spiel ist aus 2018 hinlänglich bekannt - Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum eingeschlossen. Das dürfte dann die Kürzungsmaßnahmen der OPEC und ihrer Partner aushebeln und zu sinkenden Ölpreisen führen.

Die Rohölbestände in den USA sind auf Wochensicht stark gesunken. Die Produktreserven legten hingegen massiv zu. So lauten die vorläufigen Zahlen des American Petroleum Institute (API). Die Meldung von gestern Abend blieb an den Ölbörsen zunächst wirkungslos. Der preisstützende Impuls gesunkener Rohölvorräte wird durch die umfänglichen Aufbauten bei Heizöl, Diesel und Benzin neutralisiert. Zudem gelten die Bestandsdaten rund um den Jahreswechsel als weniger aussagekräftig. Die offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE) folgen heute um 16.30 Uhr. Sie könnten Klarheit darüber bringen, ob die Höhe der Im- und Exporte eine Rolle bei der extremen Datenlage spielten.

Nach dem Anstieg in der vergangenen Nacht bewegen sich die Preise an den Ölbörsen heute Morgen in enger Spanne. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 50,31 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 59,25 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 552,50 Dollar gehandelt. Der US-Dollar gibt heute Morgen auf 0,8724 Euro nach. Damit kostet der Euro 1,1458 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

In Deutschland ziehen die Heizölpreise weiter an. Die Abwärtstrends für die nahe Zukunft bleiben in der aktuellen Heizölpreis-Tendenz dennoch bestehen. Kunden schwanken zwischen kaufen und abwarten.

Mit dem jüngsten Preisanstieg im Binnenland ist das starke Interesse am Heizölkauf, das die erste Woche des neuen Jahres prägte, etwas zurückgegangen. Kunden, die ledig zu einem günstigeren Tarif aufstocken wollen, wägen wieder ab, ob warten die bessere Option ist. Das ist verständlich, verspüren sie doch keinerlei Handlungsdruck. Anders sieht es bei denen aus, die den Wintervorrat noch anlegen müssen, weil sie der extreme Preisanstieg ab September davon abgehalten hatte. Für diese Gruppe ist der Kauf zu den aktuellen Konditionen attraktiv, zumal sie noch immer mit längeren Lieferzeiten konfrontiert sind. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt einen hohen Wert für die Kaufbereitschaft. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Die Hoffnung auf einen Preisnachlass ist moderat ausgeprägt und liegt in der Lesereinschätzung bei 68 Prozent.

Die Preistrends in den kurzfristigen Zeiträumen (3 und 6 Monate) verlaufen nach wie vor stabil abwärts, obwohl Heizöl in den letzten Tagen teurer wurde. Das spricht für den Glauben an sinkende Preise. In der 12-Monatsansicht hat der Preisanstieg jedoch zu einer indifferenten Konstellation geführt, bei der ein Richtungswechsel möglich ist. In den langfristigen Charts (3 und 5 Jahre) prognostizieren die Trendkanäle steigende Preise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Die Lieferzeiten sind weiterhin lang. Wer Heizöl braucht, sollte deshalb zeitnah bestellen. Kommen Sie mit Ihrem Vorrat gut über den Winter, dann können Sie auf einen Preisrückgang spekulieren.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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