Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Möglicher Iran-Deal lässt etwas Dampf aus dem Kessel

Internationaler Markt

Ein erstes Signal, dass sich im Ringen um das Atomabkommen mit dem Iran eine Lösung auftut, ließ die Ölpreise gestern Abend sinken. Nachdem die Notierungen an den Ölbörsen ICE und NYMEX zuletzt neue 3,5-Jahreshochs erreicht hatten, reduzierte sich die Risikoprämie. Auf einer Pressekonferenz während seines USA-Besuches hatte der französische Präsident Emmanuel Macron angedeutet, es werde möglicherweise einen neuen Deal zum Atomabkommen geben. Trader befürchteten bisher, dass die USA aus dem Abkommen aussteigen und neue Sanktionen auch die Ölindustrie des Irans treffen könnten. Entsprechend hatten sie das Risiko einer geringeren Ölproduktion eingepreist. Noch am Nachmittag hatte Donald Trump gestern seine Unzufriedenheit mit dem bisherigen Deal bekräftigt. Jetzt lässt ein Hoffnungsschimmer die Rohölpreise nachgeben.

Die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten, die das American Petroleum Institute (API) gestern in den späten Abendstunden veröffentlichte, entfalten bislang keine Wirkung an den Ölbörsen. Laut API sind die Vorräte an Rohöl gestiegen. Das ist ein preistreibender Faktor, vor allem, da die Analysten bei einer hohen Raffinerieauslastung zu dieser Jahreszeit von Abbauten bei den Rohölbeständen ausgehen. Die Produktreserven gingen hingegen zurück, was als preisdämpfend zu deuten ist. Damit wäre der Effekt auf die Ölpreisentwicklung ausgeglichen. Noch warten die Trader auf die offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE), die um 16.30 Uhr folgen. Sollte die Datenbasis anders ausfallen als die vom API vorgelegte, ist mit einer Reaktion in die eine oder andere Richtung zu rechnen.

Ob es bei dem Entspannungskurs der Ölpreise bleibt, wissen wir erst einige Twitter-Tweets später. Schließlich ist der amerikanische Präsident als impulsiver Staatsmann bekannt. Endgültig wird am 12. Mai klar sein, ob das Iran-Risiko vollständig ausgepreist werden kann, wenn die USA darüber entscheiden, ob sie die Sanktionserleichterungen gegenüber dem Land verlängern oder nicht. Bis dahin bleibt das Atomabkommen ein preisbestimmendes Thema, neben anderen Konflikten im Nahen Osten, die derzeit zu Risikoprämien am Ölmarkt führen.

Die Notierungen an den Ölbörsen starten deutlich niedriger als gestern früh mit einer weichen Tendenz. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 67,70 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 73,85 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 646,75 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8183 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,2217 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise folgen dem Richtungswechsel an den Ölbörsen und geben heute Morgen nach. In der 3-Monatsansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich das bereits deutlich. Gleichzeitig sind die Aufwärtstrends weiter aktiv.

Mit der merklichen Entspannung ist der Preisanstieg vom Wochenbeginn wieder ausgeglichen. Insgesamt ist das Interesse am Heizölkauf seit dem Abschied vom Winterwetter und im Zuge des höheren Preisniveaus eher mäßig ausgeprägt. Für Kunden, die ihren Tank derzeit füllen müssen, ist der Nachlass allerdings interessant. Vor allem, weil nur wenige daran glauben, dass Heizöl in naher Zukunft günstiger wird. Viele Nutzer, die eine Preisanfrage auf unserer Plattform starten, bestellen jetzt. Das zeigt das Schwarm-O-Meter für Heizöl mit einem hohen Wert für die Kaufbereitschaft an. In der Lesereinschätzung erwarten lediglich 55 Prozent künftig sinkende Preise.

Wie geht es weiter? Die Preistrends halten ein hohes Frustrationspotenzial für Verbraucher bereit. In fast allen Zeiträumen zeigen die Charts Aufwärtstrends. Daran kann der aktuelle Preisnachlass nicht rütteln. Allein in der sehr langfristigen 10-Jahresansicht weist der Trendkanal unbeirrt abwärts.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie jetzt bestellen. Liegt Ihnen das Spekulieren, dann bietet es sich an, zunächst einen Teil des Bedarfs zu decken, um bei einem etwaigen Preisabgang noch einmal zugreifen zu können. Geduld ist dafür derzeit allerdings unabdingbar.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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