Unseren neuen Kommentar für den 16.06.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Nur der Dollar läuft für uns

Internationaler Markt

Seit einem halben Jahr steigen die Rohölpreise. Der bemerkenswert stabile Trend zieht Spekulanten magisch an. Die Zahl bullischer Kontrakte klettert von einem Hoch zum nächsten. Der Markt gilt als schwer überkauft. Das hindert Finanzjongleure nicht daran, weiter zu kaufen.

Analysten von Statistikagenturen und Investmentbanken hoben die Ölpreisprognosen regelmäßig an. Die bereits erreichten Preise liegen dennoch deutlich über den veröffentlichten Zielwerten. Das klingt nach einer bevorstehenden Korrektur oder gar einem Crash. Greifbare Anzeichen dafür gibt es aber nicht. Der Trend wirkt extrem robust.

Innerhalb der OPEC werden Stimmen laut, die Preisentwicklung zu stoppen. Die Sorge vor einer Ölflut aus den USA und Kanada nimmt zu. Die für Produzenten attraktiven Preise laden dazu ein, hemmungslos zu bohren, zu pumpen und zu baggern. Vor diesem Hintergrund wird die Kürzungsallianz der OPEC nicht mehr lange stabil stehen. Ein früheres Ende der Vereinbarung ist denkbar.

Geopolitische und naturbedingte Störungen spielten der Preisentwicklung während des letzten halben Jahres in die Karten. Das ist auch aktuell mit der extremen Kältewelle in den USA der Fall. Mehr als das gilt die starke globale Nachfrageentwicklung als Motor des Geschehens. Die findet maßgeblich in China und weiteren Ländern statt, die an der Schwelle zum Wohlstand stehen. Aber selbst die etablierten reichen Nationen steigern, angeregt durch die sehr günstigen Ölpreise der letzten Jahre, ihren Verbrauch. Sichtbares Zeichen dieser Entwicklung sind die anachronistischen Produkte der Automobilindustrie, die allen Ressourcen- und Klimaanforderungen trotzen.

Die Preissteigerung wird sich in den kommenden Wochen mit großer Wahrscheinlichkeit fortsetzen. Eine Korrektur gegen Ende des ersten Quartals passt gleichwohl in ein plausibles Spekulationsschema. Aktuell kämpfen die Protagonisten mit der 70-Dollar-Schwelle für das Barrel Brent (Nordseeöl). Noch stellt sie einen Widerstand dar. Das kann man speziell heute Morgen an den Ölbörsen beobachten. Bemerkenswert ist der zeitgleich stattfindende Dollarverfall. Der sorgt hierzulande für etwas Linderung bei der Ölpreisentwicklung.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 64,47 Dollar und das Barrel Brent zu 69,97 Dollar gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 618,75 Dollar . Der US-Dollar kostet 0,8167 Euro . Damit kostet der Euro 1,2241 Dollar . Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise scheinen in den letzten Tagen recht stabil zu stehen und dem internationalen Markt zu trotzen. Die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt allerdings robuste Aufwärtstrends, in die das Geschehen eingebettet ist. Sie lassen keine schöne Preisentwicklung erwarten.

Das Heizölgeschäft im Binnenmarkt ist etwas ruhiger als im Vorjahr. Die gute Befüllung der Tanks aus der Zeit sehr günstigen Öls im letzten Sommer ist ein Grund dafür. Die derzeit unveränderte Aussicht auf Teuerung und die pure Notwendigkeit fast leerer Tanks regt Kunden aber weiterhin zu Bestellungen an. Beobachter sind derweil weit von einem euphorischen Glauben an einen Preisrückgang entfernt. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf höchstem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem moderaten Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Preistrends sind für Verbraucher wenig verheißungsvoll. Mit Ausnahme der Darstellung in der sehr langfristigen Zehn-Jahres-Ansicht sind alle Trendkanäle bullisch.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Sie keine spekulativ eingestellte Persönlichkeit sind, verschaffen Sie sich durch einen Heizölkauf Ruhe! Als Preisspekulant sollten Sie ein Geduldspolster mitbringen, das den Winter überdauert.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com
Heizölpreise-Chart vom
Heizölpreis Trend Chart

Wir sind für Sie da

Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann kontaktieren Sie uns gerne über eine der folgenden Möglichkeiten. Wir kümmern uns dann umgehend um ihr Anliegen.

0800 747 5005 (Mo–Fr, 9–18 Uhr)
Weitere Antworten finden Sie in unseren FAQ

.

Kontaktieren Sie uns