Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Seitwärts passt zum Markt

Internationaler Markt

Mittwochs ist der Tag der Bestandsschau in den US-Tanklagern. So war es auch gestern. Die Erwartungen waren ursprünglich bullisch für die Ölpreise. Übersetzt in die Lagersprache bedeutet das, die Tanks sollten sich weiter leeren. Das geschieht nun schon seit eineinhalb Jahren. Erste Meldungen vom Vorabend zeichneten aber ein anderes Bild. Danach stiegen die Füllstände in den Lagern innerhalb der Berichtswoche deutlich. Finanzjongleure wechselten vor Veröffentlichung der endgültigen Werte kurzerhand ihre Einstellung von bärisch auf bullisch und wurden enttäuscht. Zwar liegen in der Tat Bestandsaufbauten vor. Sie fallen aber weniger überzeugend aus, als angenommen wurde. Für etwas Preisrückgang reichte es immerhin doch noch.

Die Einzelheiten in den Wochenberichten von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) lassen Ähnlichkeiten erkennen. Das ist nicht immer so. Heizöl- und Dieselvorräte stiegen. Wen wundert es, auch in den USA ist es warm. Rohölvorräte stiegen ebenfalls. Hier kommt die Bemerkung hinzu, obwohl die Raffinerien ihre Produktion erhöhten. Aber die Rohölexporte sanken. Vorratsrückgang gab es bei den Benzinvorräten. Es ist Urlaubszeit im Land der großen Autos. Die einzelnen Zahlen zur Veränderung gegenüber der Vorwoche lauten wie folgt:

Rohöl: +3,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. +5,6 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +3,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. +2,9 Mio. Barrel (API)
Benzin: -2,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,8 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 4,3 (DOE) bzw. 7,7 Mio. Barrel (API). Damit bleibt die Gesamtbevorratung knapp unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Die Raffinerieauslastung beträgt stolze 96 Prozent. Erwähnenswert ist noch die gegenüber gültigen Prognosen weniger stark gestiegene US-Rohölförderung. Sie befindet sich aber trotz des kleinen Defizits auf Rekordkurs.

Dass dieses Defizit keine bullische Wirkung entfaltete, liegt nicht zuletzt an vielen anderen erfolgreichen Produktionsgegebenheiten in der Welt. Die Liste wachsender Ölströme ist lang. Mehr Öl kommt unter anderem aus Saudi-Arabien, dem Irak, Kuwait, Nigeria, Russland und Brasilien. Alle zusammen können die wegbrechende Förderung in Venezuela gut auffangen. Venezuela ist gleichwohl das Element im Markt, das ein Gefühl von Üppigkeit der Versorgung nicht aufkommen lässt und einen ordentlichen Rückgang der Ölpreise verhindert.

Alles in allem wird sich die Preisbewegung wohl in der bereits eingegrenzten Bandbreite halten. Auf Rohöl Brent bezogen bedeutet das zwischen 70 und 80 Dollar pro Barrel. Mittlerweile steht der Börsenwert unter 73 Dollar. Nach einem weiteren Abgang gestern pendeln die Notierungen heute Morgen seitwärts.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 67,85 Dollar und das Barrel Brent zu 72,82 Dollar gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 642,25 Dollar . Der US-Dollar kostet 0,8592 Euro . Damit kostet der Euro 1,1633 Dollar . Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise vollziehen einen Seitwärtskurs. Das wird aus der 3-Monats-Ansicht in der aktuellen Heizölpreis-Tendenz deutlich. Diese Preisbewegung lässt sich mit den fundamentalen Marktdaten recht gut in Deckung bringen. Die Spekulation auf tiefere Preise findet keine starken Gründe.

Das Heizölgeschäft im Binnenmarkt zeigt sich leidlich belebt. Eine überschaubare Anzahl Kunden ordert ihr Heizöl, während andere in einem langfristigen Beobachterstatus verweilen und auf günstigere Kaufmomente hoffen. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf mittlerem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem sehr starken Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Preistrends lassen Verbraucher im Ungewissen. Einmal Seitwärts, zweimal Abwärts und dreimal Aufwärts sind in den verschiedenen Zeitstufen zu finden. Wirklich standhaft ist nur die Zehn-Jahres-Ansicht mit dem Dauer-Abwärtsmodus.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Sie keine spekulativ eingestellte Persönlichkeit sind, sollten Sie sich durch einen Kauf Ruhe verschaffen. Spekulanten mögen weiterhin ihrer Hoffnung auf tiefere Preise folgen. Dafür werden vor allen Dingen die nächsten Tage relevant sein. Die Einsparungserwartung sollte moderat gehalten werden.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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