Unseren neuen Kommentar für den 29.10.20 finden Sie hier.


Heizölpreise: Sorge vor zweiter Infektionswelle belastet Ölmarkt

Internationaler Markt

Die Auswirkungen des Nachfrageeinbruchs durch die Corona-Krise halten den Ölmarkt seit Monaten in Atem. Die Entspannung in einigen Regionen und die damit einhergehenden Lockerungen der Auflagen wirken sich bereits positiv auf die globale Nachfrageentwicklung aus. Durch die Kombination mit der Förderpolitik der OPEC+ Produzenten halten sich die Ölpreise momentan auf einem recht stabilen Level.

Doch nach wie vor ist die aktuell entspannte Lage am Ölmarkt wie ein Tanz auf dem Drahtseil. Mit steigenden Ölpreisen wächst auch die Bereitschaft der US-Schieferölproduzenten ihre Förderung wieder auszuweiten. Diese zusätzlichen Mengen würden das inzwischen erreichte Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wieder zuungunsten der Nachfrageseite verschieben.

Unabhängig von diesem Risiko auf Angebotsseite rücken die aktuell steigenden Corona-Infektionszahlen erneute Nachfragesorgen in den Vordergrund. Die Warnung der WHO vor einer zweiten Infektionswelle belastet den Markt erneut und verhindert den nachhaltigen Einfluss preisstützender Impulse auf die Ölpreise.

Heute Morgen starten die Notierungen an Ölbörsen auf einem leicht höheren Niveau als am Freitag in den Tag. Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) kostet zurzeit 39,79 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 42,33 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 363,00 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,9389 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1211 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortags(Freitag) an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise geben heute Morgen deutschlandweit etwas nach. In unserer 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz ist diese leichte Abwärtsbewegung sehr gut zu sehen. Kunden, die sich jetzt für einen Heizölkauf entscheiden, sparen bei einer Bestellung von 3000 Liter Heizöl im Vergleich zum letzten Jahr über 600 Euro.

Dennoch steht das Kaufinteresse unserer Kunden trotz der günstigen Heizölpreise heute Morgen nur auf mittlerem Niveau. Unsere Kunden beobachten aktuell die Heizölpreisentwicklung anstatt sich mit einer Bestellung den günstigen Preis zu sichern. Diese Information können Sie unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl entnehmen. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Der Anteil unserer Leserschaft, der auf tiefere Preise hofft, hat übers Wochenende wieder etwas nachgelassen. Insgesamt können beide Instrumente als Empfehlung unserer Kunden gewertet werden, den Heizölpreis gut im Blick zu behalten.

Die Trendkanäle unserer Heizölpreis-Tendenz richten sich auch weiterhin in allen Ansichten abwärts. Für Kunden sind dies sowohl kurz- als auch langfristig erfreuliche Aussichten.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank eine Füllung verlangt kaufen Sie jetzt. Wenn Sie hingegen genügend Heizöl im Tank haben und den spekulativen Kick lieben, riskieren Sie es auf bessere Preise zu setzen. Die Aussichten auf noch günstigere Preise sind gut.

Gut zu wissen: Es gibt immer wieder Missverständnisse darüber, was das Klimapaket der Bundesregierung für Ölheizungen bedeutet. Bestehende Ölheizungen können ohne Einschränkungen weiterlaufen. Ab dem Jahr 2026 sollen lediglich neue Ölheizungen (auch wenn sie alte Anlagen ersetzen) regenerativ ergänzt werden, also etwa mit Solarwärme für Brauchwasser. Aber auch hier gibt es viele Ausnahmen, etwa wenn kein Gas- oder Fernwärmeanschluss vorhanden ist oder wenn die Kosten zu hoch sein sollten. Weitere Informationen

Damit Sie beim Heizölkauf bestmöglich sparen können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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