Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Steiler Aufwärtstrend setzt sich fort

Internationaler Markt

Nach einigen Tagen mit eher ruhiger Preisentwicklung schalteten die internationalen Rohölmärkte gestern einen Gang höher. Seitdem legten die Preise für das Nordseeöl Brent und das amerikanische WTI-Öl um über drei Prozent zu. Die Impulse kamen allerdings nur zum Teil aus dem Ölmarkt selbst und eher aus dem politischen und wirtschaftlichen Umfeld.

Zum einen halfen starke Konjunkturdaten aus den USA, Japan und Europa, was die internationalen Aktienmärkte antrieb, die ihrerseits die Rohstoffpreise nach oben zogen. Vor allem aber scheinen immer mehr Trader die Einschätzung zu teilen, dass sich die Proteste im Iran auf die Ölversorgung auswirken werden, auch wenn die Ölproduktion in eher ruhigen Landesteilen stattfindet. Der Trump-Regierung ist das mühsam ausgehandelte Atomabkommen mit Teheran ohnehin ein Dorn im Auge. Einige Beobachter fürchten nun, dass die inneriranische Krise auch internationale Auswirkungen haben könnte und dass die USA einseitig neue Sanktionen verhängen werden.

Auch aus dem Ölmarkt kamen gestern preistreibende Meldungen: Die Kältewelle hat weite Teile der USA im Griff, insbesondere den Nordosten des Landes. Diese Region ist nach Deutschland der zweitwichtigste Heizölverbraucher der Welt. Aus Westeuropa machen sich bereits Heizöltanker auf den Weg in die USA, denn dort haben die Preise für Heizöl, wie auch für Erdgas, extrem zugelegt. Allerdings fehlen diese Vorräte jetzt hierzulande. Bei einem unerwarteten Kälteeinbruch in Westeuropa könnten dann auch in Deutschland die Heizölpreise kräftiger als normal anziehen.

Zusätzlich leiden immer mehr Ölförderanlagen, Pipelines und Raffinerien in den USA unter den arktischen Bedingungen, so dass auch das Ölangebot beeinträchtigt wird. Die Schneefälle bremsen allerdings auch den Verbrauch, da der Straßen- und Flugverkehr geringer als normal ausfällt.

Gestern am späten Abend meldete der Branchenverband API die vorläufigen Lagerbestandsdaten für den amerikanischen Markt. Demnach schrumpften die Rohöllager merklich um 5,0 Millionen auf knapp 428 Millionen Barrel, während die Produktlager um 4,3 Millionen Barrel (Diesel, Heizöl) bzw. 1,9 Millionen Barrel (Benzin) zulegten. Unter dem Strich also nur wenig Veränderung, aber der optimistisch gestimmte Markt konzentrierte sich auf die Rohöldaten, so dass die Ölpreise weiter zulegten. Näheren Aufschluss werden die offiziellen Lagerdaten geben, die heute um 17 Uhr veröffentlicht werden.

Brent-Rohöl legt heute am frühen Morgen weiter zu. Hier die aktuellen Notierungen: Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet im Moment 62,11 Dollar je Barrel . Brent-Rohöl liegt bei 68,18 US-Dollar je Barrel . Gasöl tendiert ebenfalls stärker bei 611,00 Dollar je Tonne . Der US-Dollar liegt etwas stärker bei 0,8313 Euro . Damit kostet der Euro 1,2025 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages.

Nationaler Markt

Der steile Aufwärtstrend beim Rohöl kommt bislang nur in abgeschwächter Form bei den Heizölpreisen an. Der starke Euro und (noch) moderate Handelsmargen lassen Heizöl im Moment Richtung 62 Euro je 100 Liter (Standardlieferung) klettern. Das ist der höchste Preis für diese Jahreszeit seit vier Jahren.

Der Binnenmarkt für Heizöl hat nach den sehr milden Temperaturen zum Jahreswechsel jetzt Fahrt aufgenommen. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen vergleicht, zeigt eine sehr hohe Kaufbereitschaft für die nächsten Tage. Die meisten Kaufinteressenten, die noch abwarten wollen, setzen hingegen auf wieder fallende Heizölpreise.

Der kurzfristige Preischart (3 Monate) zeigt einen klaren Aufwärtstrend, nachdem sich eine Zeitlang der Übergang in einen Seitwärtstrend angedeutet hatte. Der 12-Monats-Chart wird vom steil steigenden Preiskorridor seit dem Sommer geprägt. In den noch längeren Zeitintervallen (36 Monate/60 Monate) überwiegen ebenfalls die Aufwärtsindikatoren. Das charttechnische Bild lässt also deutliche Preisrisiken erkennen.

Der Markt wird nach dem entspannten Jahreswechsel jetzt unruhig. Zur Beruhigung der Nerven bietet sich die Deckung des Bedarfs mit einer Teilmenge (1.000 bis 1.500 Liter) an. So bleibt die Chance erhalten, einen möglichen Preisrückgang zu nutzen, aber auch die Freiheit, auf einen weiteren Preissprung nicht sofort reagieren zu müssen.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

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Heizölpreise-Chart vom
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