Unseren neuen Kommentar für den 16.11.19 finden Sie hier.


Heizölpreise üben den Abwärtsdreh

Internationaler Markt

Wachstum, Wachstum über alles, über alles in der Welt. Dieses Mantra des ökonomisierten Denkens hat die uneingeschränkte Hoheit über die in Geld messbaren Lebensbedingungen. Ob Wind, ob Sonne, ob Gas, ob Öl, wer in einem dieser Energiemärkte Geschäfte macht, will sie wachsen sehen, möglichst mit jährlich steigenden Raten. Wenn die nicht kommen, wird von Krise geredet. Der Ölmarkt steckt in einer Krise, so wie viele andere Branchen auch. Das Wachstum wird als unzureichend beschrieben, der Klimaschutz in diesen Tagen auch. Dabei ist abnehmendes Wirtschaftswachstum eine ausgezeichnete Klimamedizin.

In China sinken die Unternehmensgewinne. Das ist schlecht für die Ölnachfrage. In Indien wird weniger Öl verarbeitet. Es ist die geringste Menge seit 15 Jahren. Das ist schlecht für die Ölimporte. So wenig wie derzeit wurde das letzte Mal vor drei Jahren eingekauft. Immerhin, die Dieselexporte haben zugelegt. Der Pessimist sagt, weil im Inland so wenig Diesel abgesetzt wird.

Über die Schuldigkeit der Umstände sind sich Finanzjongleure einig, der Handelsstreit zwischen den USA und China ist ursächlich. Der größte Dealmaker aller Zeiten hat diesen Streit angezettelt und er will ihn auch beenden, so lautet zumindest die Ankündigung. Angekündigt wurde im laufenden Prozess schon viel, gehalten wurde nichts. Gleichwohl glaubt man in der Finanzszene zwischen den Enttäuschungen immer wieder an eine gute Lösung. Optimismus ist nun mal sympathischer als Larmoyanz.

Die Ölnachfrage ist also das Problem. In den USA wird immer mehr Öl produziert, in Kanada auch und in Brasilien und in Kasachstan, im Irak, in Katar und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Liste der Länder mit steigender Produktion ist noch länger. Es gibt selbstverständlich auch Staaten mit Minderproduktion. Insgesamt wächst aber das Angebot.

Die Ölproduktion ist also ebenfalls das Problem. Es herrscht eine Ölschwemme. Das sagen nicht alle aber viele Marktbeobachter. In dieser Situation ist ein bullischer Lauf der Ölpreise kaum denkbar. In der letzten Woche liefen die Ölpreise trotzdem bullisch. Das Ausmaß entsprach der üblichen volatilen Schwankungsbreite. Demnächst sollten die Preise wieder fallen, spätestens aber zum Jahresende.

Heute Morgen wird ein Teil der Börsengewinne von Freitag annulliert. Ein Tagestrend ist das noch nicht. Der kann sich erst mit dem Eintritt der US-Broker heute Nachmittag entwickeln.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 56,42 Dollar und das Barrel Brent zu 61,82 Dollar gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 597,25 Dollar . Der US-Dollar kostet 0,9017 Euro . Damit kostet der Euro 1,1088 Dollar . Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise legten in der letzten Woche zu, wie die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt. Heute Morgen sinken sie ein wenig. Die Bewegung spielt sich bisher komplett in einer temporären Seitwärtskonstellation ab. Wahrscheinlich wird diese Entwicklung ein paar Wochen lang anhalten. Spätestens zum neuen Jahr sollten die Heizölpreise aber wieder spürbar nachgeben. Das wäre aus heutiger Sicht zumindest plausibel.

Die Heizöllogistik im Binnenmarkt hat sich ein wenig entspannt. Gleichwohl sind die Lieferzeiten lang. Das betrifft vor allen Dingen Süddeutschland. Das Bestellaufkommen ist übersichtlich. Übersichtlich ist derzeit auch die Hoffnung auf günstigeres Heizöl. Insgesamt herrscht in diesen Tagen wenig Interesse am Brennstoff. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Befindlichkeit der Kunden entsprechend an. Das eine steht auf hohem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem wenig ambitionierten Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Heizölpreistrends sind wieder ein Mutmacher für die Spekulation auf tiefere Preise. Dieser Umstand resultiert aus der Rückkehr des Abwärtskanals im kurzfristigen Bereich. Mit Ausnahme der Zehnjahresgrafik liegen in allen anderen Zeitbereichen noch Aufwärtskanäle vor.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Kaufen Sie, wenn Sie Heizöl benötigen. Die Preise sind gut und die Lieferzeiten lang, zumindest im Süden Deutschlands.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab plus hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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