Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise anfällig für Schwankungen

Internationaler Markt

Die Ölpreise geben heute Morgen moderat nach. Sie befinden sich bereits unter dem Einfluss des bevorstehenden US-Ölbestandsberichts, den das American Petroleum Institute (API) in den späten Abendstunden veröffentlicht. Die Marktteilnehmer erwarten, dass die Ölreserven in der abgelaufenen Berichtswoche gestiegen sind. Das würde unterstreichen, dass sich die Versorgungslage in den USA wieder verbessert und würde die Preise an den Ölbörsen kurzfristig dämpfen.

Ob Abbauten bei den US-Ölvorräten die Futures auf einen länger anhaltenden Abwärtskurs bringen könnten, ist allerdings fraglich. Eine starke OPEC steht dem derzeit entgegen, die mit einer übererfüllenden Quotentreue bei den Produktionskürzungen und ihrer Entschlossenheit, die Drosselung der Ölförderung bis Ende 2018 unter allen Umständen fortzuführen, die Preise stützt. Zudem gab OPEC-Präsident Suhail Al Mazrouei bekannt, dass die Organisation eine langfristige Zusammenarbeit mit den Nicht-OPEC-Ländern anstrebe und man bereits an einem Papier arbeite, das die Kooperation über dieses Jahr hinaus regeln soll. Sollte aus dieser Absichtserklärung mehr werden, käme auf längere Sicht ein preisstützendes Element hinzu.

Wie sich die Rohölpreise im Jahresverlauf entwickeln werden, darüber sind sich die Analysten nach wie vor uneinig. Soweit sicher ist, dass die Preise sich zwischen zwei Haupteinflüssen bewegen werden, die immer wieder für Schwankungen sorgen werden. Das zu erwartende weltweit starke Wirtschaftswachstum, das für eine höhere Ölnachfrage spricht, wirkt stützend. Der prognostizierte Boom in der Ölproduktion - vor allem in den USA - ist grundsätzlich ein preisdämpfender Faktor.

Die schwer vorhersehbare Entwicklung macht die Notierungen an den Ölbörsen auch in naher Zukunft anfällig für Schwankungen. Der API-Report heute Abend könnte ein Auslöser werden. Die Ölbestandsdaten aus den USA kommen in dieser Woche wegen eines Feiertags einen Tag später als gewohnt. Der Bericht des Department of Energy (DOE) folgt somit morgen am Nachmittag.

Die Notierungen an den Ölbörsen starten heute früh auf niedrigerem Niveau als gestern. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 61,15 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 64,72 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 573,50 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet heute Morgen 0,8112 Euro . Damit kostet der Euro 1,2324 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Fast überall in Deutschland geben die Heizölpreise heute Morgen minimal nach. In der aktuellen Heizölpreis-Tendenz wirkt das wie Stillstand. Der Markt wartet auf Daten aus den USA, die auch die Heizölpreise in die eine oder andere Richtung bewegen könnten.

Heizölkunden, die auf weiter fallende Preise spekuliert und bislang abgewartet hatten, bestellen jetzt. Das liegt zum einen daran, dass die Heizölpreise trotz des Anstiegs der letzten Tage noch immer knapp zwei Drittel niedriger sind als zu ihrem 3-Jahreshoch im Januar. Zum anderen hat die Hoffnung auf fallende Preise rapide nachgelassen. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt den höchsten Wert für die Kaufbereitschaft an. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. In der Lesereinschätzung erwarten lediglich 65 Prozent der Kunden künftig sinkende Preise.

Weil die Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt derzeit schwer vorhersehbar ist, werden auch die Heizölpreise anfälliger für Schwankungen. Die Preistrends in unseren Charts sind mehrdeutig. In den kurzfristigen Zeiträumen (3 und 6 Monate) zeigt sich ein Abwärtstrend. In der 12-Monatsansicht steht eine Entscheidung an: auf- oder abwärts, beides ist möglich. In den längerfristigen Charts prognostizieren die Trendkanäle steigende Preise, während es in der sehr langfristigen 10-Jahresansicht unbeirrt abwärts geht.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn sie in absehbarer Zeit Heizöl benötigen, dann bestellen Sie. Liegt Ihnen das Spekulieren, dann bietet es sich an, zunächst einen Teil des Bedarfs zu decken. So bleibt die Möglichkeit, bei einem etwaigen Preisabgang später im Jahr noch einmal zugreifen zu können.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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