Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise immer noch attraktiv

Internationaler Markt

Die Ölnotierungen legen zu. Der Dollar gibt nach. Die Bewegungen sind vollkommen unspektakulär. Gleichwohl geben sie Anlass, ihre Entwicklung genauer unter die Lupe zu nehmen und sie einzuordnen. Klassischerweise werden dafür die Rohölcharts für die Sorte Brent herangezogen. Wenn man über Heizölpreise spricht, ist die Verwendung der Gasölcharts allerdings naheliegender. Sie repräsentieren den börsengehandelten Teil der Heizölpreisbildung.

Im kurzfristigen Bereich liegt eine zu Ende gehende Abwärtsbewegung vor. Nach dem Abgang der letzten Wochen ist sie überfällig. Die Aussage trifft nur auf die in Dollar notierte Ware zu. Die Umrechung auf Euro offenbart eine andere Situation. Sie entspricht eher einer Seitwärts- als einer Abwärtsbewegung. In der 12-Monats-Ansicht ist der Beginn des jüngsten Abwärtstrends gut zu erkennen. Und wieder gilt das nur für die Dollarpreise. Die in Euro notierten Gasölpapiere folgen auch in dieser Ansicht einer stetigen Abwärtsbewegung, die so schwach verläuft, dass sie fast als seitwärts durchgehen könnte. Der signifikante Richtungswechsel der Gasölnotierungen wurde durch die Erkenntnis ausgelöst, dass Krieg und Krise nicht die aktuelle Ölversorgung, sondern die globale Konjunktur negativ beeinflussen.

Die 36-Monats-Ansicht bringt weitere Einsichten zutage. Zunächst stellen wir fest, dass in Dollar notierte Gasölpreise volatiler verlaufen als die in Euro umgerechneten Werte. Daraus kann man schließen, dass die Ölnotierungen nicht frei von Währungseinflüssen sind. Dollar- und Ölnotierungen werden in gewissen Grenzen gegenläufig gehandelt. Weiterhin erkennt man im Chart, dass die Preise einen unteren Boden erreicht haben, den zu durchdringen vermutlich eine neue Lage erfordert. Das gilt sowohl für die Dollar- als auch für die Eurobetrachtung. Die 60-Monats-Ansicht zeigt deutlich das Ende der Sorge um Peak Oil, dem Moment der maximal möglichen Ölförderung. In 2011 wurde diese Sorge bis auf Weiteres suspendiert. Darüber hinaus bietet der Chart noch einmal Raum zum Träumen, denn sein aktuelles Ende wirkt ein wenig schwindsüchtig. Die Fortsetzung der Preisbewegung kann man sich wunderbar als fallende Kurve vorstellen, rein spekulativ versteht sich.

Heute Morgen bietet der erste Blick auf die Börsen wenig Vorstellung zum weiteren Verlauf der Ölnotierungen. Anders sieht es beim Dollar aus. Der tendiert ausnahmsweise mal abwärts. Im Umkehrschluss könnte man daraus steigende Ölkurse ableiten. Man muss abwarten, was passiert. Es wird sicher nichts Großes sein. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 817,50 Dollar Das Barrel Rohöl wird in New York zu 94,66 Dollar und in London zu 97,27 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7877 Euro . Damit kostet der Euro 1,2695 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen weiterhin an. Diesmal ist nicht der Dollar, sondern der internationale Ölhandel schuld. Charttechnisch befinden sich die Preise weiterhin in einer guten Situation für Verbraucher, wie der Trendverlauf in der 3-Monats-Darstellung der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt. Man ist gut beraten, diese ein wenig zu relativieren und eher von einer Seitwärtsbewegung auszugehen.

Der Binnenmarkt wird etwas ruhiger. Die steigenden Heizölpreise verstimmen und vertreiben einige Verbraucher. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht dennoch auf Maximum. Die Preise laden die verbliebenen Interessenten weiterhin bestens zum Kauf ein.

Die Preisentwicklung schätzen unsere Leser nicht mehr euphorisch positiv ein. Daraus kann man schließen, dass der Richtungswechsel der Preise in der letzten Woche viele Kaufwillige zu Käufern gemacht hat. Die Gruppe derjenigen, die auf tiefere Preise setzt, schrumpft.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal mehr. Das deckt sich mit dem Kaufverhalten und der Preiseinschätzung von Kunden und Lesern. Interessenten, die den besten Moment der letzten Zeit verpasst haben, ziehen sich einstweilen zurück, wenn sie es sich aufgrund ihres noch bestehenden Vorrats leisten können.

Die Preistrends weisen in allen relevanten Bereichen abwärts. Das ist natürlich eine Einladung, weiter auf noch attraktivere Preise zu spekulieren. Man sollte diese Spekulation aber nicht überziehen, sonst wird sie erfolglos enden. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der letzten drei Jahre zum gleichen Zeitpunkt liegen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen