Unseren neuen Kommentar für den 24.09.20 finden Sie hier.


Heizölpreise tendieren abwärts

Internationaler Markt

Die Ölpreise konnten sich fangen, doch ein nachhaltiger Anstieg bleibt bislang aus. Als die US-Notenbank Fed den Leitzins am gestrigen Dienstag um einen halben Prozentpunkt senkte, schnellten die Notierungen an den Ölbörsen zunächst zwar aufwärts, fielen kurz darauf jedoch ebenso heftig.

Die Fed-Entscheidung kam überraschend. Man hatte erst bei der kommenden Sitzung am 17. und 18. März mit einer Senkung gerechnet. Der Zinsschritt fällt mit 0,5 Prozentpunkten stärker als gewohnt aus. In der Regel liegen die Veränderungen bei 0,25 Prozentpunkten. Beides werteten die Marktteilnehmer zunächst als ein positives Zeichen, den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie entschlossen entgegentreten zu wollen. Allerdings folgten die Bedenken recht zügig: Die zeitnahe Reaktion der Fed könnte auch von Panik zeugen. Immerhin sind solche außerplanmäßigen Zinssenkungen selten. Die letzte gab es 2008 infolge der globalen Finanzkrise.

Somit verlor die US-Leitzinssenkung umgehend einen Großteil des stützenden Effektes. Jetzt kommt es darauf an, ob und wie andere Institutionen ihre angekündigten Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft umsetzen werden. Zu ihnen gehören weitere Notenbanken und der Internationale Währungsfonds (IWF). Heute beraten die Finanzminister der Eurogruppe über etwaige Finanzspritzen.

Die US-Rohölbestände legten in der abgelaufenen Berichtswoche weniger zu als erwartet. Das American Petroleum Institute (API) berichtete gestern in den späten Abendstunden zudem von gesunkenen Produktreserven. Dabei sollen die Benzinvorräte deutlich stärker zurückgegangen sein als erwartet. Das sind unter „normalen“ Umständen preisstützende Nachrichten. Allerdings könnten sie in der Fokussierung auf die Corona-Auswirkungen untergehen. Zudem gilt es abzuwarten, ob die vorläufigen API-Daten durch die offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE) bestätigt werden. Diese folgen heute um 16.30 Uhr.

Die Notierungen an den Ölbörsen haben sich nach deutlichen Schwankungen am Dienstag zunächst wieder eingependelt und starten heute auf niedrigerem Niveau in den Tag als gestern früh. Zur Stunde tendieren sie erneut abwärts. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 47,67 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 52,25 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 463,25 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8962 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1157 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise bewegen sich wieder in kundenfreundliche Richtung. In der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich die noch zaghafte Kehrtwende.

Nach dem Anstieg von gestern sieht es heute nach Entwarnung an der Preisfront aus. Für die Heizölkunden bleiben die Konditionen somit attraktiv. Das bewegt weiterhin viele zum Kauf. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl belegt einen hohen Wert für die Kaufbereitschaft. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Die Hoffnung auf einen Nachlass in diesen Tagen ist vergleichsweise gering ausgeprägt. In der Lesereinschätzung erwarten 53 Prozent künftig sinkende Preise.

Die Heizölpreistrends bleiben jedoch Mutmacher für Spekulanten. In allen Zeiträumen sprechen sie für sinkende Preise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wer Heizöl braucht, sollte bestellen. Die Preise sind noch immer gut. Wer gern spekuliert, sollte die Entwicklung jetzt gut im Blick behalten.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab plus hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Was bedeutet das Klimapaket der Bundesregierung für Besitzer von Ölheizungen? Hier kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Das Heizen mit Öl bleibt erlaubt. Bestehende Anlagen dürfen ohne Einschränkungen weiterlaufen. Wer ab 2026 eine neue Ölheizung einbaut oder die alte ersetzt, ist verpflichtet ein Gerät mit regenerativem Anteil zu wählen - zum Beispiel Solarkollektoren für die Erwärmung von Brauchwasser.

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Heizölpreise-Chart vom
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