Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Heute Kinder könnt’s was geben

Ihre Stimmung gleicht der von Kindern vor der Bescherung. Dumm ist nur, dass Finanzjongleure nicht genau wissen, an welchem Tag Bescherung sein wird. Einige wetten darauf, dass sie heute, anlässlich des jährlichen Wohlfühltreffens amerikanischer Notenbanker in einem beschaulichen Ort in Wyoming sein wird. Vor zwei Jahren wurde auf diesem Treffen die letzte Lockerung der US-Geldpolitik angekündigt. Die Ölpreise legten in der Folge ordentlich zu. Das wurde mit positiven Konjunkturerwartungen begründet. Die Konjunktur besserte sich nicht. Die Ölpreise behielten aber ihr aus dem lockeren Geld gewonnenes Niveau bei. Nun möchten Finanzjongleure das noch einmal erleben. Unter den Notenbankern ist die Meinung zu einer neuen Geldlockerung gespalten. Einige äußern sich zunehmend skeptisch, dass die aktuellen Probleme mit Geldpolitik zu lösen seien. Sie plädieren dafür, der US-Wirtschaft eine neue Struktur zu geben. Der alte Konsumismus ist am Ende. Nun muss eine grundsätzliche neue Idee zur Wirtschaft Einzug halten. Das ist für andere Notenbanker viel zu utopisch. Sie wollen die schnelle Lösung. Und dazu fällt ihnen derzeit nichts Besseres ein, als den Geldfluss zu befeuern. Auf diese Leute setzen die Finanzjongleure. Bei Bescherung sind höhere Ölpreise sicher. Sollten sie allerdings eine klare Abfuhr erhalten, könnten die Ölpreise erodieren. Wir können der Bescherung zuschauen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen von Notenbanken erwartet
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Nordseeölanlagen im Wartungszyklus

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: IEA senkt Prognosen zur Ölnachfrage
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote

Unsere Heizölpreise zeigen wenig Bewegung. Das folgt aus den ebenfalls schwach bewegten Vorgaben der Börsen. Dort sind die Augen auf eine mögliche Bescherung durch die US-Notenbank gerichtet. Von der ist alles Mögliche zu erwarten. Insofern ist auch jede mögliche Preisrichtung offen. Man kann derzeit nur Wenn-Dann-Beziehungen benennen. Eine Preisprognose ist die Worte nicht wert, mit der sie geschrieben ist, weil die ihr zugrunde liegende Entscheidung unbekannt ist. Politik und Notenbanken werden noch einige Richtungswechsel vollziehen, weil sie keinen Plan haben, wie sie die Welt und ihre Wirtschaft in eine klare Entwicklungsphase steuern können. Nur in so einer klaren Phase sind Preisprognosen einigermaßen sicher. Wer kaum noch Brennstoff im Tank hat, sollte sich jedwede Spekulation untersagen und Heizöl ordern. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen