Unseren neuen Kommentar für den 24.06.19 finden Sie hier.


Trump setzt Saudis und Europäer unter Druck

Internationaler Markt

Nicht nur die Dramaqueen Horst Seehofer, auch Präsident Trump bereicherte das Wochenende mit einer Serie verwirrender Drohungen.

Trump warnte die OPEC davor, den Ölpreis nach oben zu manipulieren und forderte eine Anhebung der saudischen Ölproduktion um 2 Mio. Barrel pro Tag. Das wäre praktisch die gesamte Reservekapazität des Landes und etwa 80 Prozent der globalen Produktionsreserven.

Im Fernsehinterview machte er den "Deal" klar: Die USA halten den Iran, also den größten Rivalen der Saudis, in Schach, dafür müssen die Saudis den Ölpreis auf einem akzeptablen Niveau halten.

Die Aussicht auf mehr saudisches Öl dämpfte zunächst den Ölpreis, aber die Erleichterung hielt nicht lange an, als das Weiße Haus die extremen Forderungen abschwächte. Trump widersprach daraufhin dem eigenen Pressebüro und bestand auf seiner ursprünglichen Version.

Gleichzeitig drohte Trump europäischen Unternehmen, die sich nicht an die US-Sanktionen gegen den Iran halten sollten. Die USA stehen bei dieser Sanktionsrunde praktisch alleine da. Dennoch könnten die Folgen für den Iran gravierender ausfallen als vor sechs Jahren, als auch die Europäer die Strafmaßnahmen unterstützten.

Banken, Ölhändler und Raffinerien sind dieses Mal stark verunsichert, da niemand weiß, wie die Sanktionen der USA denn nun in der Praxis aussehen und ob es angesichts des Durcheinanders im Weißen Haus zu plötzlichen juristischen Verschärfungen kommen könnte. Vorsichtshalber stellen sie daher ihre Geschäfte mit dem Iran ein.

Beunruhigende Nachrichten auch aus Libyen. Das Land scheint erneut zwischen rivalisierenden Regierungen zerrieben zu werden. Die Ölexporte liegen aktuell weit unter dem Wert von 1 Mio. Barrel pro Tag, der in den letzten Monaten mit großer Anstrengung erreicht werden konnte.

Ebenfalls preistreibende Nachrichten gibt es vom amerikanischen Ölmarkt: In der letzten Woche sank die Zahl der aktiven Bohranlagen (Rigs) in den USA. Jetzt sind noch 858 Rigs aktiv. In der Vorwoche waren es 862. Die hohen Ölpreise sollten eigentlich die Bohrtätigkeit verstärken, aber noch immer werden die Schieferölfirmen durch Engpässe bei den Pipelines ausgebremst. Sie weichen jetzt auf weniger überlastete Regionen aus.

Die Spekulanten werden angesichts dieser Nachrichtenlage wagemutiger: Sie bauten ihre Wetten auf steigende Rohölpreise in der letzten Woche um stattliche 70 Mio. Barrel aus, wie am Freitag gemeldet wurde. Das dreht den Trend der letzten Monate um, als die Trader Schritt für Schritt ihre Risiken abgebaut hatten.

Heute Morgen präsentieren sich die Ölpreise gegenüber Freitagmorgen etwas stärker. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) steigt leicht auf 73,53 Dollar je Barrel. Brent-Rohöl klettert auf 78,30 US-Dollar je Barrel. Gasöl legt ebenfalls zu auf 669,00 Dollar je Tonne. Der US-Dollar tendiert fast unverändert bei 0,8584 Euro. Damit kostet der Euro 1,1646 Dollar. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages (Freitag).

Nationaler Markt

Die Heizölpreise notieren heute Morgen nur wenig verändert gegenüber Freitag, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. In den meisten Regionen Deutschlands liegen sie bei 67-68 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung.

Der Binnenmarkt für Heizöl war in der letzten Woche ungewöhnlich lebendig. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen vergleicht, zeigt auch heute eine hohe Kaufbereitschaft der Interessenten. Ein Drittel der Kunden rechnet aktuell mit wieder steigenden Heizölpreisen. Das ist ein vergleichsweise hoher Wert und erklärt die ausgeprägte Kaufbereitschaft. Der Preisoptimismus der letzten Wochen ist verschwunden.

Der kurzfristige Dreimonatschart für Heizöl zeigt, dass der Abwärtstrend seit Mai immer schwächer wird. Der Aufwärtstrend, der die längerfristigen Charts seit langem prägt, scheint sich wieder durchzusetzen. Schon seit dem Jahresstart 2016 legen die Heizölpreise zu.

Was tun? Wer den aktuellen Preisrisiken ausweichen will, aber demnächst ohnehin kaufen muss, sollte zumindest eine Teilmenge ordern. Wenn die Preise weiter zulegen sollten, kann ein günstigeres Preisumfeld abgewartet werden.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

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Heizölpreise-Chart vom
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