Unseren neuen Kommentar für den 01.10.20 finden Sie hier.


Ölmarkt tritt auf der Stelle

Internationaler Markt

Der mit Spannung erwartete Wochenbericht des amerikanischen Energieministeriums (DOE) fiel unter dem Strich neutral aus: Die Rohölbestände legten die fünfte Woche in Folge um 3,7 Mio. Barrel zu. Andererseits wurden die Produktlager, also vor allem Diesel und Benzin, fast genauso stark abgebaut. Importe und Exporte legten gleichermaßen zu, so dass sich dadurch keine Verzerrung ergab.

Angesichts der saisonal geringen Auslastung der Raffinerien war das Ergebnis in der Tendenz nicht ganz überraschend. Die Ölpreise reagierten kaum.

Hier die aktuellen Lagerveränderungen in der Übersicht:
Rohöl: +1,3 Mio. Barrel (API) bzw. +3,7 Mio. Barrel (DOE)
Heizöl und Diesel: -0,8 Mio. Barrel (API) bzw. -1,5 Mio. Barrel (DOE)
Benzin: -1,6 Mio. Barrel (API) bzw. -1,5 Mio. Barrel (DOE)

Einen kleinen Dämpfer hatte der Bericht dann aber doch noch parat. Die Statistiker schätzen die aktuelle Ölförderung der USA auf 12,0 Mio. Barrel pro Tag. Das sind enorme 2,5 Mio. Barrel pro Tag mehr als zum Jahresbeginn 2018. Aber der Markt schaut nach vorn. Und da deutet sich eine deutliche Abbremsung an.

Der Rest ist eine Frage an den Rechenschieber: Wenn die USA und andere Länder in diesem Jahr 1,9 Mio. Barrel pro Tag zusätzlich bereitstellen und die globale Ölnachfrage um 1,4 Mio. Barrel pro Tag wächst, dann muss die OPEC nur etwas mehr als 0,5 Mio. Barrel pro Tag kürzen, um einen Lagerabbau zu erzwingen. Von unfreiwilligen Kürzungen in Venezuela, Iran, Libyen oder Nigeria einmal ganz abgesehen. Aus dieser leicht nachvollziehbaren Rechnung schöpfen die Ölpreisbullen derzeit ihren Optimismus.

Die Ölpreise gingen schließlich gestern fast unverändert aus dem Handel. Heute Morgen kamen sie minimal fester aus Asien zurück. Einen besonderen Grund gab es dafür nicht. Vielmehr setzte sich die allgemein bullische Grundstimmung wieder durch.

Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) fällt im Moment auf 57,14 Dollar je Barrel . Brent-Rohöl steigt auf 67,18 US-Dollar je Barrel . Gasöl liegt bei 621,75 Dollar je Tonne . Der US-Dollar notiert fast unverändert bei 0,8811 Euro . Damit steht der Euro bei 1,1346 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages.

Nationaler Markt

Die Notierungen für Heizöl legen heute Morgen minimal zu, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Die bundesdeutschen Durchschnittspreise bleiben jedoch in der Nähe von 67 Euro je 100 Liter (Standardlieferung). Wie gewohnt schert der Süden des Landes mit etwa 70 Euro je 100 Liter nach oben aus. Insgesamt bleibt Heizöl im Februar damit 15% teurer als in den beiden Vorjahren.

Die Kunden halten sich weiter zurück. Der Markt dämmert vor sich hin. Einige warten darauf, dass die Preise wieder fallen. Andere sehen vielleicht schon das Ende des Winters vor sich und schieben die Kaufentscheidung auf die lange Bank. Das fällt natürlich leichter als sonst, da der tägliche Heizölverbrauch dank der sehr milden Temperaturen gering ist.

Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen ins Verhältnis setzt, zeigt dementsprechend nur noch eine mittlere Kaufbereitschaft.

Die Zahl der Preisoptimisten ist gefallen. Immerhin 31% der Kunden rechnen mit steigenden Heizölpreisen. Das ist ein vergleichsweise hoher Wert. Die Preischarts bestätigen diese Einschätzung überwiegend. Der kurzfristige Preiskanal fällt zwar noch immer leicht ab. Aber mittel- und langfristig zeigt der Preistrend nach oben. Vor drei Jahren kostete Heizöl gerade einmal 40 Euro je 100 Liter.

Was tun? Die Lieferzeiten normalisieren sich zwar allmählich und die hohen Temperaturen laden zum Abwarten ein. Aber die Preisrisiken im Rohölmarkt sollten nicht übersehen werden. Einige kalte Wochen im März könnten manchen Tank an seine Grenzen bringen.

Wenn Sie die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen wollen, sollten Sie aber in jedem Fall genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

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