Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Patt im Ölmarkt

Internationaler Markt

Die internationalen Ölpreise treten seit Jahresbeginn auf der Stelle. Sie bleiben aber in Sichtweite der Jahreshöchstwerte von 68 Dollar je Barrel. Die Preisdynamik des Dezembers scheint jedoch passé. Schlagzeilen macht heute vor allem die große Tankerkollision vor Chinas Küste, aber das Unglück hat keine Auswirkungen auf die Ölpreise.

Am Freitag wurde ein Rückgang der aktiven Ölbohranlagen (Rigs) in den USA gemeldet. Ihre Zahl sank von 747 auf 742 Rigs. Das stützt heute die Preise ein wenig, aber Marktbeobachter verweisen auf die eisige Kältewelle in weiten Teilen Nordamerikas, die auch die Ölbranche behindert. Ebenso wurde die Meldung, dass die Hedgefonds ihre optimistischen Ölpreiswetten geringfügig abgebaut haben, nur beiläufig zur Kenntnis genommen.

Der Markt erwartet deshalb nach wie vor, dass die Schieferölmengen steil ansteigen werden, denn die Firmen können ihre geplante Ölproduktion in diesem Jahr zu attraktiven Preisen von über 60 Dollar je Barrel (WTI-Rohöl) auf Termin verkaufen. Das sind um 40% höhere Einnahmen als im letzten Sommer.

Das Ölkartell OPEC versucht daher, durch weitere Förderkürzungen gegenzuhalten. Die beschlossenen Kürzungen wurden im Dezember sogar um 28% übererfüllt. Dabei half natürlich die unfreiwillige Produktionskrise in Venezuela. Aber auch Saudi-Arabien, die Vereinigen Arabischen Emirate und Kuweit stellten dem Markt weniger Öl zur Verfügung. Der Kampf "OPEC vs US-Schieferöl" geht damit in die nächste Runde.

Sogar im heimischen Hessen lockt das schwarze Gold, wie die FAZ berichtet. Die Firma Rhein Petroleum fördert seit einigen Tagen in der Nähe von Darmstadt und knüpft damit an die Öltradition der 50er Jahre an, als Deutschland für wenige Jahre zu den großen Ölförderstaaten Europas gehörte. Hessen wird zwar den Weltmarkt nicht erschüttern, zeigt aber, dass auch kleinere Ölvorkommen profitabel sein können.

Heizölkunden schauen heute jedoch einige Kilometer weiter westlich auf die Pegelstände des Rheins. Hochwasser behindert im Moment die Binnenschifffahrt, die für die Versorgung in Südwestdeutschland von großer Bedeutung ist. Die Händler erwarten allerdings keine nennenswerten Auswirkungen auf den Heizölpreis, da die Störung wohl nur wenige Tage anhalten wird und die Lagerbestände im Binnenland ausreichend erscheinen.

Der Markt geht heute Morgen etwas lustlos mit leichten Abschlägen in den Handel. Hier die aktuellen Notierungen: Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet im Moment 61,51 Dollar je Barrel . Brent-Rohöl liegt bei 67,67 US-Dollar je Barrel . Gasöl tendiert ebenfalls schwächer bei 604,50 Dollar je Tonne . Der US-Dollar zeigt sich etwas stärker bei 0,8335 Euro . Damit kostet der Euro 1,2001 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages.

Nationaler Markt

Der Aufwärtstrend ist erst einmal gestoppt, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Daran können auch die fallenden Temperaturen in Westeuropa und die Kältewelle in den USA nichts ändern. Die durchschnittlichen Preise für eine Standardlieferung fallen in vielen Regionen Richtung 61 Euro für 100 Liter.

Der Binnenmarkt für Heizöl bleibt aktiv. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen vergleicht, zeigt eine sehr hohe Kaufbereitschaft für die nächsten Tage. Der Preispessimismus der Kaufinteressenten ist deutlich gesunken. Nur noch jeder Vierte geht davon aus, dass die Heizölpreise weiter steigen werden.

Die Charttechnik gibt allerdings keine Entwarnung: Der kurzfristige Preischart (3 Monate) zeigt einen Aufwärtstrend. Heizöl verharrt am oberen Rand des Preiskorridors. Der 12-Monats-Chart wird nach wie vor vom steil steigenden Preiskorridor seit dem Sommer geprägt. In den noch längeren Zeitintervallen (36 Monate/60 Monate) überwiegen ebenfalls die Aufwärtsindikatoren. Das charttechnische Bild lässt also deutliche Preisrisiken erkennen.

Der Tankstand bestimmt die Kaufstrategie. Zur Beruhigung der Nerven bietet sich die Bestellung einer Teilmenge (1.000 bis 1.500 Liter) an. So bleibt die Chance erhalten, einen möglichen Preisrückgang zu nutzen, aber auch die Freiheit, auf einen weiteren Preissprung oder einen Kälteeinbruch nicht sofort reagieren zu müssen.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

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Heizölpreise-Chart vom
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