Unseren neuen Kommentar für den 25.08.19 finden Sie hier.


Heizölpreise etwas günstiger als vor einem Jahr

Internationaler Markt

Die OPEC tat gestern, was sie tun musste. Sie verlängerte ihren Beschluss zur Produktionskürzung um neun Monate. Die Meldung kam mit Ankündigung. Am Wochenende während des G20-Gipfels schien die Einigung bereits in trocknen Tüchern zu liegen. So selbstverständlich wie angedeutet ging die Beschlussfassung auf dem offiziellen Treffen der Kartellmitglieder in Wien aber nicht durch. Hinter verschlossenen Türen rang man fünf Stunden lang um Einigung. Daraus lässt sich mit etwas Fantasie ableiten, dass die Quotentreue einzelner Länder während der beschlossenen Laufzeit problematisch werden kann. Sollte das tatsächlich im nennenswerten Maß geschehen, könnte Saudi-Arabien vom Vorreiter der Kürzungen zum volumenstarken Abweichler mutieren. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der OPEC.

Heute soll die Kürzung mit den Nicht-OPEC-Partnern der Allianz beschlossen werden. In dieser Runde ist Russland der unsichere Kantonist. Eine Störung wird nach den Gesprächen im Vorfeld allerdings nicht mehr erwartet.

An den Börsen reagierte man gelassen bis skeptisch auf den OPEC-Beschluss. Die Gefahr einer Aufweichung des Vorhabens während der neunmonatigen Laufzeit wird in der Finanzszene offensichtlich geteilt, denn die Notierungen zog es gestern abwärts. Das große Problem der OPEC-Allianz ist und bleibt die Produktionsstärke der USA. Sie ist eine ständige Bedrohung für die Marktanteile der Kürzungsalliierten. Aus ihrer Sicht ist eine Stabilisierung der Ölpreise auf möglichst hohem Niveau zwar anstrebenswert. Wenn diese aber mit einem Rückgang der Verkaufsmengen erkauft wird, ist sie volkswirtschaftlich sinnlos. Die meisten OPEC-Mitglieder müssen die Öl-Erlöse zur Finanzierung ihrer Staatsausgaben dringend steigern.

Insgesamt ist das Klima am Ölmarkt weiterhin einigermaßen verbraucherfreundlich. Dramatische Preissteigerungen müssen nicht befürchtet werden, da genug Öl zur Verfügung steht. Konjunktursorgen flammen immer wieder auf. Dafür sorgt nicht zuletzt der unberechenbare Präsident der USA mit einigen seiner getwitterten Geistesblitze. Andere seiner Tweets schüren Kriegsängste. Sie können die Preise auch schon mal in die verbraucherunfreundliche Richtung treiben. Da der Mann aber seine Wähler nicht verschrecken will, wird so eine Einlassung zügig korrigiert.

Heute Morgen kriechen die Notierungen an den Ölbörsen wieder aufwärts. Sie bewegen sich zurzeit in der Mitte der gestrigen Handelsspanne. Hoch oder runter, der Tagesverlauf sollte keine große Veränderung bringen.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 59,31 Dollar und das Barrel Brent zu 65,36 Dollar gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 594,00 Dollar . Der US-Dollar kostet 0,8853 Euro . Damit kostet der Euro 1,1293 Dollar . Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise schwingen ohne nennenswerte Ausschläge im sicheren Bereich der mittelfristigen Abwärtskanäle, wie die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt. Auf nennenswerte Veränderung deutet derzeit nichts hin. Das schließt selbstverständlich nicht aus, dass sie plötzlich auftreten kann. Die Zeit wirkt schließlich unsicher und voller Überraschungen.

Das Heizölgeschäft hierzulande ist wieder ruhiger geworden. Der Order-Boom der letzten Wochen ist vorüber. Kunden ordern im sommerlichen Normalverhalten, das aber durchaus lebhaft. Die Zahl der auf tiefere Preise setzenden Beobachter ist gering. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf hohem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem relativ schwachen Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Heizölpreistrends machen Verbrauchern nach wie vor Mut, auf tiefere Preise zu spekulieren. In den kurzfristigen Zeitbereichen liegen Abwärtskanäle vor. Die zwei längerfristigen Ansichten zeigen weiterhin Aufwärtstrends. Die Zehnjahresgrafik bleibt bei ihrem Standard, dem Abwärtstrend.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Kaufen Sie, wenn Sie Heizöl benötigen. Spekulieren Sie, wenn Ihr Tankinhalt das zulässt.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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