Unseren neuen Kommentar für den 20.09.18 finden Sie hier.


Oil prices are too high...Not good!

Internationaler Markt

Die Rohölpreise bleiben jetzt schon die zweite Woche in Folge in der Nähe von 76 Dollar je Barrel. Der Markt wartet auf klare Signale, welchen Pfad die OPEC am 22. Juni beschreiten will. Gibt es nur eine symbolische oder doch eine kräftige Ausweitung der Förderquoten um 1 Mio. Barrel pro Tag?

Nun schaltet sich auch Präsident Trump mit einer tiefschürfenden Analyse in die Ölpreisdebatte ein. Sein Tweet "Oil prices are too high, OPEC is at it again. Not good!" setzt das Kartell unter Druck. Das bringt ihm immerhin 92.000 "Gefällt mir"-Reaktionen. Der Iran schlägt verbal zurück. Trump sei selbst schuld, da er mit seinen Sanktionen gegen Teheran und Venezuela die Ölpreise nach oben treibe.

In der Tat ist der Ausgang des OPEC-Treffens ungewiss, denn auch das inoffizielle Kartellmitglied Russland will die Situation im eigenen Interesse nutzen. Moskau will die Ende 2016 beschlossenen Förderkürzungen aufheben und den Ölhahn wieder aufdrehen. Im Gegenzug, so wohl das unausgesprochene Angebot, wird Russland beim nächsten Ölpreiseinbruch wieder an der Seite der Scheichs stehen.

Heute liegt deshalb nicht nur auf dem Fußballfeld, sondern auch ölpolitisch der Ball im Feld der Saudis. Sie wollten die Förderung eigentlich nur schrittweise erhöhen, stehen jetzt aber relativ isoliert da. Nicht ohne Grund: Die Ölnachfrage bleibt hoch und treibt die Preise. Der Benzinverbrauch in den USA zieht kräftig an, was kein Wunder ist, denn über zwei Drittel der neu verkauften PKW sind schwere SUV oder Pick-Ups. Die IEA erwartet auch weltweit kein Abflauen des Ölverbrauchs: In diesem Jahr und 2019 rechnet sie mit einem kräftigen Plus von 1,4 Mio. Barrel pro Tag. Addiert man dazu die Krise in Venezuela und die Iran-Sanktionen, dann könnte Öl sogar langsam wieder knapp werden.

In dieses Bild passen auch die aktuellen Lagerbestandsdaten aus den USA. Die API-Daten von gestern wurden nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil: Die Lager wurden kräftig abgebaut. Aber diese Pegelmeldungen müssen vorsichtig interpretiert werden. Die Meldungen in der letzten Woche waren extrem bärisch, in dieser Woche extrem bullisch. In der Gesamtschau verläuft die Entwicklung also gemäßigt und wie erwartet.

Hier die Lagerveränderungen in der Übersicht:
Rohöl: +0,8 Mio. Barrel (API) bzw. -4,1 Mio. Barrel (DOE)
Heizöl und Diesel: +2,1 Mio. Barrel (API) bzw. -2,1 Mio. Barrel (DOE)
Benzin: +2,3 Mio. Barrel (API) bzw. -2,3 Mio. Barrel (DOE)

Heute ziehen die Ölpreise nach den Lagerbestandsdaten vom Vortag erst einmal an. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) steigt auf 66,65 Dollar je Barrel . Brent-Rohöl klettert auf 76,40 Dollar je Barrel . Auch Gasöl legt zu auf 667,00 Dollar je Tonne . Der US-Dollar tendiert schwächer bei 0,8461 Euro . Damit kostet der Euro 1,1815 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise steigen heute Morgen leicht Richtung 67 Euro je 100 Liter, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Das bezieht sich auf eine Standardlieferung (3000l).

Der Binnenmarkt für Heizöl ist in den letzten Tagen etwas aktiver geworden. Offenbar wollen einige Kunden das leicht reduzierte Preisniveau nutzen. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen vergleicht, zeigt jetzt eine mittlere Kaufbereitschaft der Interessenten. Ein extrem hoher Anteil von knapp 90% der Kaufinteressenten rechnet sogar mit noch besseren Preisen in den kommenden Tagen.

Die kurzfristigen Preischarts für Heizöl zeigen einen geschwächten übergeordneten Aufwärtstrend, denn in den letzten Wochen bildete sich auch ein Abwärtstrend heraus. Noch ist unklar, welche Tendenz sich durchsetzt. In der mittel- und langfristigen Perspektive ist der Aufwärtstrend der Heizölpreise allerdings nach wie vor klar ausgeprägt.

Was tun? Die Heizölpreise sind in den letzten zwei Wochen etwas gefallen. Wer einen leeren Tank hat, kann diese Situation jetzt nutzen. Wer nicht unter Druck steht, kann spekulativ das OPEC-Treffen am 22. Juni abwarten oder erst einmal eine Teilmenge ordern, um die Versorgung bis zum nächsten Winter zu sichern.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

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