Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Kaufmomente ausloten

Internationaler Markt

Die Ölpreise sind gestern weiter gesunken. Dabei erreichte die Nordseesorte Brent den tiefsten Stand seit vier Monaten und notierte zwischenzeitlich bei 70,30 Euro das Barrel. Die Preise reagierten auf die offiziellen Ölbestandsdaten aus den USA, die deutlich preisdämpfend ausfielen.

Die US-Rohölvorräte sind in der vergangenen Woche stark gestiegen, meldete das Department of Energy (DOE) gestern am späten Nachmittag. Die Bestandszunahme überraschte bereits am Dienstagabend, als das American Petroleum Institute (API) seine Daten vorlegte. Jetzt übertreffen die Zahlen des DOE noch einmal deutlich die des API. Vermutlich begünstigten gestiegene Rohölimporte bei gleichzeitig abnehmenden Exporten die Aufbauten. Die Raffinerieauslastung legte in der Berichtswoche zu, was eigentlich Abbauten der Rohölvorräte zur Folge hat.

Die Veränderung der Öl-Bestände in den USA in Zahlen:

Rohöl: +3,7 Mio. Barrel (API) bzw. +6,8 Mio. Barrel (DOE)
Heizöl und Diesel: +1,9 Mio. Barrel (API) bzw. +3,6 Mio. Barrel (DOE)
Benzin: -1,6 Mio. Barrel (API) bzw. -0,7 Mio. Barrel (DOE)

Erstmals seit mehreren Monaten erreichten die US-Ölreserven wieder den 5-Jahres-Durchschnitt. Zugleich können die USA ihre hohen Exportmengen nicht halten. Die Marktteilnehmer sehen in diesen Informationen aus dem DOE-Report ein Signal dafür, dass genug Rohöl auf dem Weltmarkt zur Verfügung steht. Das hat einen deutlich preisdämpfenden Effekt. Gleichzeitig könnte die Ankündigung, dass China und die USA sich noch in diesem Monat zu Gesprächen treffen werden, heute Zuversicht auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen beiden Ländern aufkeimen lassen. Das dürfte für einen stützenden Impuls an den Ölbörsen ICE und NYMEX sorgen und könnte die Preise im Tagesverlauf wieder etwas anschieben.

An den Ölbörsen beginnt der Tag nach der jüngsten Talfahrt mit steigenden Kursen. Die europäische Gemeinschaftswährung gewinnt am frühen Morgen wieder an Boden gegenüber dem Dollar. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 65,17 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 71,10 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 643,25 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8788 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1376 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Deutschlandweit gehen die Heizölpreise heute Morgen abwärts und liegen im Durchschnitt wieder deutlich unter 68 Euro je 100 Liter bei einer 3000-Liter-Standardlieferung. In der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich damit tendenziell eine Seitwärtsbewegung.

Heizölkunden, die ihren Tank zeitnah füllen wollen, sind auf der Suche nach dem passenden Kaufmoment in einer Phase, die von moderaten Preisunterschieden geprägt ist. Heute könnte ein solcher Zeitpunkt gekommen sein. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt eine hohe Kaufbereitschaft. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Gleichzeitig ist die Hoffnung auf sinkende Preise in der Lesereinschätzung mit 75 Prozent vergleichsweise zurückhaltend ausgeprägt. Das zeigt die Erfahrung der Vergangenheit.

Der Blick auf die Preistrends bringt derzeit wenig Klarheit bei der Suche nach der richtigen Kaufentscheidung. Für den kurzfristigen Zeitraum (3 Monate) gibt es einen leichten Aufwärtstrend. In der 6-Monatsansicht zeigt der Trendkanal schwach abwärts. Die Charts der mittel- und längerfristigen Zeitabschnitte weisen Aufwärtstrends aus. Die sehr langfristige 10-Jahresansicht prognostiziert seit Langem unverdrossen sinkende Ölpreise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie die günstigen Momente von Preisschwankungen für eine Bestellung nutzen. Einen Teil des Bedarfs zu decken, ist dabei eine mögliche Strategie. So bleibt die Chance, bei einem späteren Preisabgang noch einmal zuzugreifen. Große Sprünge scheinen derzeit unwahrscheinlich.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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