Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Barrosos Räuber beeindrucken

Internationaler Markt

Am Ölmarkt herrscht ein ausgesprochen entspanntes Klima. Angebot und Nachfrage geben allen Anlass, die Notierungen zu verbilligen. Ein geordneter, moderater Preisabgang gehört auf die Agenda der kommenden Wochen und Monate. Aus der Finanzszene kommen allerdings anders lautende Botschaften. Sie sieht in Ölpapieren ein Anlageobjekt für die Geldflut der Zentralbanken, der sie Herr werden muss. Bei dieser Flut arbeitet man nicht daran, den gesellschaftsschädlichen Zustrom einzudämmen. Man arbeitet daran, den Strom so zu lenken, dass möglichst viel Guthaben der breiten Bevölkerung mitgerissen und den eigenen Kassen zugeführt wird. Es ist ein gefährliches Unterfangen, bei dem man schnell selbst zum Opfer seiner Gier werden kann. Eine neue Dimension des politisch geschützten und gestützten Raubzugs wird nun in Zypern ausprobiert. Die Finanzszene ist selbst überrascht, mit welcher Dreistigkeit der Brüsseler Club zur Tat schreitet. Er toppt damit ihre ausgefeilte Intrigenfähigkeit. Öl-, Aktien- und Euronotierungen gehen vor Schreck in den Keller.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise legen ein wenig zu. Das geschieht innerhalb eines intakten Trends. Mittelfristig weist er seitwärts, kurzfristig abwärts. Die heftigen Kurssprünge heute Morgen haben kaum Einfluss auf die Heizölpreise, weil die Schwankungen der Öl- und Dollarnotierungen gegenläufig sind und sich im Heizöl annullieren. Der Binnenmarkt ist aufgrund des langen Winters etwas belebter als im Januar und Februar. Die Margen bleiben dennoch niedrig. Die Versorgung läuft problemlos. Die Preisaussichten sind aus Sicht des physischen Markts freundlich. Die politischen Maßnahmen im Umgang mit der Eurokrise im Speziellen und der Geld- und Finanzkrise im Allgemeinen machen aber jedwede Vorhersage zur reinen Spekulation. Fakt ist, dass Heizöl derzeit günstiger als im Vorjahr notiert und wir es deshalb als kaufenswert einstufen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
EIA sieht Nachfrage derzeit größer als das Angebot
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Euro-Krise wieder in den Schlagzeilen
US-Förderung steigt deutlich
US-Raffineriekapazität steigt in Kürze wieder
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Genug Öl am Markt

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