Unseren neuen Kommentar für den 03.12.20 finden Sie hier.


Heizölpreise: Jetzt noch bestellen!

Internationaler Markt

Ein Virus und ein Molekül versetzen die Welt, in der wir leben, in Aufruhr. Sie droht aus den Angeln zu fallen. Das vermittelt zumindest die öffentliche Diskussion über Corona und Kohlendioxid (CO2). Diese Diskussion wird wild und emotional geführt. Ein Mangel an Wissen und Substanz ist allgegenwärtig, obwohl viele Protagonisten Wissenschaftler sind. Atypisch für diese Gruppe ist eine angsttreibende Art der Gesprächsführung. Das Aussprechen von Warnungen wird inflationiert. Zentralbanken und Politik greifen die Steilvorlagen bereitwillig auf. Geld wird geschöpft, als gäbe es sonst kein Morgen. Gleiches gilt für die Abschaffung demokratischer Grundrechte, die immerhin nur temporär gelten soll.

Es sind wahrlich aufregende Zeiten, allerdings nicht im Ölmarkt. Der dümpelt als Zwei-Themen-Veranstaltung seit Monaten vor sich hin. Die eingeschränkte Auswahl lautet, das Angebot in Zeiten üppigen Ressourcenaufkommens und die Nachfrage in Zeiten von Corona. Mindestens einmal in der Woche wird die Priorität verschoben. Zuletzt stand die tendenziell schwächelnde Nachfrage vorn. Steigende Corona-Fallzahlen legten das nahe.

Gestern zog Vladimir Putin die Angebotsseite ins Licht, indem er laut über Verlängerungen der Produktionseinschränkungen sinnierte. Dafür scheint er aufwandslos eine Einigung mit Saudi-Arabien erzielen zu können. Ohne die gesamte OPEC wird das allerdings nicht funktionieren. Im Kartell gibt es nicht nur Folgsame, sondern auch Mitglieder mit sehr eigenen Interessen wie beispielsweise Irak und Iran. Es war, ist und bleibt dabei, eine einheitliche Linie zu finden, die die Allianz zusammenhält, erfordert harte Diskussion und diplomatisches Geschick.

Die Ölpreise reagieren in diesen Tagen tendenziell bärisch, wenn die Nachfrage zum Topthema erkoren ist und bullisch, wenn die OPEC-Allianz Geschlossenheit demonstriert.

Angesichts der aufregenden Zeiten liegt die Frage auf der Hand, warum der Ölmarkt kaum auf die geplante Abschaffung von CO2-Emissionen reagiert. Die Antwort liegt außerhalb Europas oder treffender außerhalb der reichen Staaten. Dort wird die Verbrennung von Mineralöl auch zukünftig uneingeschränkt fortgesetzt mit dem Vorteil günstigerer Preise aufgrund des Wegfalls unserer Nachfrage.

Die aufregenden Zeiten veranlassen zu weiteren Fragen zum Sonntag. Wie realistisch oder wie konstruiert ist die Angst vor Corona und Kohlendioxid? Sind die exponentiell steigenden Fallzahlen tatsächlich bedrohlich oder gab es sie schon immer bei Viruserkrankungen, ohne dass wir diese bisher feststellten? Öffentlich vernehmbare Warnungen vor einem steigenden Kohlendioxidausstoß gibt es seit fast 50 Jahren. Sie hinterließen durchaus Spuren in Verordnungen und Produktentwicklungen. Warum führen diese Warnungen ausgerechnet jetzt zu politischen Panikattacken mit unabsehbaren Folgen für die Gesellschaft?

Zurück zur Frage nach dem Ölpreis, die diese Seite dominiert. Nach einem überschaubaren Anstieg gestern geben die Notierungen zur Stunde einen Teil des Gewinns wieder ab. Große Preisänderungen sind nicht zu erwarten.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 40,37 Dollar und das Barrel Brent zu 42,22 Dollar gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 331,50 Dollar . Der US-Dollar kostet 0,8470 Euro . Damit kostet der Euro 1,1803 Dollar . Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise tendieren weiterhin abwärts, wie die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt, nun allerdings mit einer entgegengesetzten Richtungsänderung. Die Bewegung passt nach wie vor zum fundamentalen Marktgeschehen auf internationaler Ebene. Üppiges Ölangebot und gedämpfte Nachfrage dominieren das Bild. Das ist hierzulande ähnlich. Auf den Heizölmarkt trifft dieses Bild allerdings nicht zu, da er eine Sonderkonjunktur hat, die durch die politisch getriebene Preiserhöhung zum Jahreswechsel geprägt ist.

Der Binnenmarkt für Heizöl ist trotz des Nachfragebooms im Jahresverlauf aus dem genannten Grund belebt. Die Auftragseingänge sind stark. Die Hoffnung auf günstigeres Heizöl wird von Beobachtern ebenfalls hochgehalten. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Befindlichkeit der Kunden entsprechend an. Das eine steht auf hohem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem sehr starken Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Heizölpreistrends geben sich weiterhin als Mutmacher für die Spekulation auf fallende Preise. In allen Zeitbereichen werden Abwärtsaussichten dargestellt, allerdings mit reduziertem Gefälle.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Greifen Sie zu, die derzeitigen Heizölpreise sind nur noch für Lieferungen in diesem Jahr verfügbar.

Spartipp: Wir weisen darauf hin, dass fossile Energieträger ab dem 1.1.2021 mit einem CO2-Aufschlag belegt werden. Für Heizöl beträgt er gut 8 Cent pro Liter. Darüber hinaus wird die Mehrwertsteuer wieder auf 19 Prozent angehoben. Insgesamt ist eine Preiserhöhung von 9 Cent pro Liter zu erwarten. Für eine 3.000 Liter Bestellung ergibt sich ein Mehrpreis von 270 Euro. Planen Sie also Ihren Heizölkauf vorausschauend und behalten Sie die Lieferfristen im Blick! Für Lieferungen bis zum 31. Dezember 2020 entfallen CO2-Aufschlag und Mehrwertsteuererhöhung

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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