Unseren neuen Kommentar für den 06.12.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: OPEC diskutiert - Verbraucher hoffen

Internationaler Markt

Die Ölpreise haben ihr Abwärtspotenzial, das sich zum Ende letzter und Anfang dieser Woche aufgetan hatte, zunächst ausgereizt. Die Notierungen an den Ölbörsen in London und New York stabilisierten sich gestern wieder. Die preistreibende Stimmung, die die Ölpreise über Wochen von einem zum nächsten Langzeithoch hatte klettern lassen, ist so schnell nicht vom Tisch. Geopolitische Risiken im Nahen Osten, Produktionsausfälle in Venezuela und verschärfte US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela setzen die Notierungen an ICE und NYMEX unverändert unter Druck.

Gleichzeitig hält die Möglichkeit, dass die OPEC und ihre Partner im Kürzungsabkommen wieder mehr Öl auf den Markt bringen wollen, preisdämpfendes Potenzial bereit. Aus informierten Kreisen verlautet, man wolle sich am kommenden Samstag zu Gesprächen in kleiner Runde treffen. Dabei sind Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait - allesamt einflussreiche Mitglieder des Kartells. Auch ohne offizielles Statement ist relativ klar, worum es gehen wird. Russland hat Ende letzter Woche auf eine Lockerung des Abkommens zur Produktionskürzung gedrungen. Damit sollen die Produktionsausfälle in Venezuela und dem Iran ausgeglichen werden. Eine Menge zwischen 0,7 und 1,2 Millionen Barrel täglich wurde diskutiert. Das führte zum jüngsten Kursrutsch.

Die Marktteilnehmer loten derzeit aus, wie sich die Versorgungslage künftig darstellen und wie sich die Preise daraufhin entwickeln könnten. Ein Indikator ist auch die Veränderung der Ölreserven. Das American Petroleum Institute (API) wird in den späten Abendstunden die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten veröffentlichen. Wegen des US-Feiertages am Montag kommen die Zahlen in dieser Woche einen Tag später als gewohnt. Experten erwarten einen Rückgang der Rohölreserven, was für einen preisstützenden Effekt sprechen würde.

Neue Meldungen rund um die OPEC-Sondierungsgespräche werden ebenso Einfluss auf die Ölfutures nehmen. Wie stark, das bleibt abzuwarten. Bis zum offiziellen OPEC-Meeting am 22. Juni bleibt genügend Zeit für vielfältige Spekulationen, die die Futures sicher bewegt halten werden. Besonders um die möglichen Mengen wird es dabei gehen. Analysten der Credit Suisse gehen derzeit von lediglich 0,5 Millionen Barrel täglich aus, die die OPEC-Koalition mehr auf den Markt bringen würde.

Die Notierungen an den Ölbörsen sind heute Morgen in Bewegung. Der Euro ist durch die politischen Krisen in Italien und Spanien unter Druck geraten und hat weiter nachgegeben. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit kaum verändert 66,67 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 75,29 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 672,25 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,8636 Euro . Damit ist der Euro heute Morgen für 1,1572 Dollar zu haben. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise ziehen heute Morgen leicht an. In der 3-Monatsansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz löst sich der Preis vom unteren Rand des aufwärts gerichteten Trendkanals. Verbraucher haben dennoch mehr Hoffnung geschöpft.

Im Binnenland ist der jüngste Preisabgang zunächst abgeschlossen. Die Rohölpreise haben sich gefestigt. Damit gibt der schwächere Euro den Ausschlag für die heute früh sanft steigenden Preise. Verbraucher sind derzeit zögerlich. Sie haben neue Hoffnung geschöpft und warten ab, ob die Heizölpreise noch etwas von ihrem hohen Niveau abgeben. Das zeigt unser Schwarm-O-Meter für Heizöl mit einem mittleren Wert für die Kaufbereitschaft an. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Nimmt die Anzahl der Bestellungen im Verhältnis zu den Anfragen zu, spricht das für eine hohe Kaufbereitschaft. In der Lesereinschätzung erwarten 81 Prozent künftig sinkende Preise.

Die Prognosen für die Preisentwicklung bleiben jedoch alles andere als rosig - eine Realität, mit der Kunden jetzt arbeiten müssen. In fast allen Zeiträumen zeigen die Charts Aufwärtstrends. Allein in der sehr langfristigen 10-Jahresansicht weist der Trendkanal unbeirrt abwärts.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie jetzt eine Teilmenge bestellen. Das verschafft Ihnen Luft und Sie können erneut zugreifen, sobald sich eine günstige Gelegenheit auftut. Spekulanten brauchen derzeit viel Geduld. Bis zu einem deutlichen Preisabgang kann es aus heutiger Sicht einige Monate dauern.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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