Unseren neuen Kommentar für den 20.06.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: OPEC-Mitglieder offenbar uneins

Internationaler Markt

Ein Teil der letzten steilen Abwärtsbewegung ist ausgeglichen, nachdem die Ölpreise gestern wieder anzogen. Die Notierungen der Nordseesorte Brent kamen 78 Dollar nahe und das US-Öl West Texas Intermediate (WTI) lag zwischenzeitlich deutlich über 68 Dollar.

Unter den OPEC-Mitgliedern werden erste Stimmen laut, die sich gegen eine Anhebung der Produktionsmengen richten. Nicht jeder im Kartell ist damit einverstanden, dass Saudi-Arabien als Wortführer der OPEC aufgetreten ist und mit Russland, dem wichtigsten Partner des Kürzungsabkommens außerhalb der OPEC-Gemeinschaft, eine mögliche Anhebung der Ölproduktion verkündet hat. Ende letzter Woche führte ihr Statement zum Preisrutsch an den Ölbörsen. Nicht jeder OPEC-Staat ist in der Lage seine Ölproduktion zu steigern und fürchtet deshalb Einbußen bei den Einnahmen, sobald die OPEC-Koalition mehr Öl auf den Markt bringt und die Preise damit sinken würden.

Für Russland schrillen ab einem Preis von 80 Dollar für Brent offensichtlich die Alarmglocken. Der russische Präsident Putin nannte ein Niveau knapp über 60 Dollar als erstrebenswert für einen ausgeglichenen Markt. Für die OPEC-Staaten sieht das anders aus. Viele brauchen die höheren Einnahmen für ihre Staatskassen. Saudi-Arabien dürfte Russland vor allem deshalb Entgegenkommen signalisieren, weil der weltweit (noch) größte Produzent wichtig für die Stabilität der Abkommens-Allianz ist. Zudem dürfte es Saudi-Arabien vergleichsweise leicht fallen, seine Fördermengen zu steigern.

Iran fordert unterdessen die Unterstützung der OPEC ein, um mit den drohenden US-Sanktionen zurechtzukommen. Der Ölminister möchte erreichen, dass die Begrenzung der Fördermenge für sein Land aufgehoben wird. Klar ist, es gibt einen Interessenskonflikt innerhalb der OPEC und mit Russland. Die Diskussion wird anhalten. Zunächst führt der Umstand der Uneinigkeit dazu, dass die Ölfutures weniger stark gedämpft werden. Das kann sich allerdings mit jeder neuen Meldung zum Thema wandeln.

Die Marktteilnehmer hatten gestern erwartet, dass die Ölbestände in den USA gesunken sind. Mit dem Wochenbericht des American Petroleum Institute (API) bestätigte sich das nicht. Die am späten Abend veröffentlichten Zahlen fielen mehrdeutig aus. Die Rohölreserven legten überraschend zu, ebenso die Vorräte an Destillaten. Die Benzinbestände nahmen etwas mehr als erwartet ab. Wohin sich der Preis entwickelt, hängt heute deshalb auch vom Department of Energy (DOE) ab, das die offiziellen Daten zur Bestandsentwicklung um 17 Uhr veröffentlichen wird.

Die Notierungen an den Ölbörsen starten heute Morgen unterhalb der gestrigen Tageshochs und bewegen sich in enger Spanne. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 68,16 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 77,31 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 684,75 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8570 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1663 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise bewegen sich heute Morgen in Deutschland uneinheitlich. In der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich nach dem Preisrutsch ein klarer Aufwärtshaken. Durchschnittlich kosten 100 Liter Heizöl knapp unter 69 Euro (Standardlieferung 3000 l).

Das Interesse am Heizölkauf ist wieder eingeschlafen, nachdem vorerst kein weiterer Preisabgang generiert werden konnte. Wer unter Druck ist, weil die Tankfüllung zur Neige geht, der bestellt freilich. Und eine moderate Hoffnung haben sich die Kunden bewahrt. Das lässt den einen oder anderen Kaufwilligen, der es sich leisten kann, noch abwarten. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl steht auf einem mittleren Wert für die Kaufbereitschaft. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. In der Lesereinschätzung erwarten 78 Prozent künftig sinkende Preise.

Die Prognosen für die Preisentwicklung bleiben alles andere als rosig - eine Realität, mit der Kunden jetzt arbeiten müssen. In fast allen Zeiträumen zeigen die Charts Aufwärtstrends. Allein in der sehr langfristigen 10-Jahresansicht weist der Trendkanal unbeirrt abwärts.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie jetzt eine Teilmenge bestellen. Das verschafft Ihnen Luft und Sie können erneut zugreifen, sobald sich eine günstige Gelegenheit auftut. Spekulanten brauchen derzeit viel Geduld. Bis zu einem deutlichen Preisabgang kann es aus heutiger Sicht einige Monate dauern.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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