Unseren neuen Kommentar für den 28.03.20 finden Sie hier.


Heizölpreise zieht es weiter gemächlich aufwärts

Internationaler Markt

Die Ölpreise sind auf den höchsten Stand seit 4,5 Monaten geklettert. Das Nordseeöl Brent steuert auf 63 Dollar und das US-amerikanische WTI auf 70 Dollar das Barrel (159 Liter) zu.

Eine inoffizielle Nachricht aus den USA befeuerte gestern die ohnehin bullische Stimmung an den Ölbörsen: Die Sanktionen gegen den Iran sollen demnächst verschärft werden. Neue Geschäftsbereiche seien davon betroffen, hieß es. Die USA planen weiterhin, die iranischen Ölexporte vollständig zu unterbinden. Ausnahmegenehmigungen, nach denen acht Staaten Öl in begrenzter Menge aus dem Iran beziehen dürfen, laufen im Mai aus. Indien ist eines der Länder, die derzeit über eine Verlängerung verhandeln. Was dabei herauskommen wird, ist völlig offen. Wegen dieser Unsicherheit haben schon jetzt mehrere Länder ihre Ölkäufe vorerst gestoppt. Damit dürfte im laufenden Monat erneut weniger Öl aus dem Iran kommen. Das spricht in Verbindung mit den Produktionskürzungen der OPEC+ Gemeinschaft und den Lieferausfällen aus Venezuela für eine noch knappere Marktversorgung und treibt die Rohölpreise aufwärts.

Geradezu seismographisch reagieren die Trader derzeit auf Wirtschaftsdaten, die die Weltkonjunktur einschätzbar machen. Dabei überwiegen aktuell die positiven Meldungen und stützen die Ölpreise zusätzlich. Sie kommen aus China und den USA. Gestern nahmen Marktteilnehmer am frühen Nachmittag Gewinne mit, doch die bullischen Impulse machten das schnell wieder vergessen. Die vorläufigen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) hatten bislang keine Auswirkungen. Ihre Bedeutung dürfte in dieser Woche untergeordnet sein, weil massive Störungen im Öltransport die Zahlen verfälschen dürften. Ein Brand am Houston Ship Channel hatte das Be- und Entladen von Ölfrachtern in der vergangenen Woche unmöglich gemacht.

In den kommenden Tagen könnte es aus dem Iran einen weiteren bullischen Einfluss geben: Dort sind in einigen ölreichen Provinzen ganze Dörfer evakuiert worden. Die Meteorologen warnen vor Unwettern mit Überschwemmungen. Sollten diese so stark wüten, dass Einrichtungen der Ölinfrastruktur beschädigt werden, könnte das die durch US-Sanktionen angeschlagene Ölproduktion weiter beeinträchtigen. Am internationalen Markt würde sich das preistreibend auswirken.

Die Notierungen an den Ölbörsen starten heute Morgen auf hohem Niveau. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 62,87 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 69,86 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 615,50 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8909 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1222 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise im Binnenland orientieren sich an den steigenden Preisen für Rohöl. Ihr Tempo ist vergleichsweise moderat. In der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich dennoch: Die Aufwärtsschritte nagen beharrlich an den Abwärtstrends für die nahe Zukunft.

Die Hoffnung auf einen Nachlass in diesen Tagen ist rückläufig. Kunden, die bald Nachschub für ihren Tank brauchen, bestellen deshalb vermehrt. Andere halten sich zurück. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl belegt einen hohen Wert für die Kaufbereitschaft. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. In der Lesereinschätzung erwarten 64 Prozent künftig sinkende Preise.

Noch sprechen die Preistrends in den kurzfristigen Zeiträumen (3 und 6 Monate) für nachgebende Preise. Doch mit jedem weiteren Preisanstieg verlieren sie an Stabilität. In der 12-Monatsansicht ist weiterhin alles offen. Langfristig (3 und 5 Jahre) prognostizieren die Trendkanäle steigende Preise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wer demnächst Heizöl braucht, sollte zeitnah bestellen. Heizölkunden, die gern spekulieren und mit ihrem Vorrat noch einige Monate auskommen, mögen auf einen Preisnachlass in der zweiten Jahreshälfte hoffen. Etliche Experten rechnen dann mit einer entspannten Versorgungslage auf dem Rohölmarkt. Damit könnten auch die heimischen Heizölpreise sinken - sicher ist das natürlich nicht.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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