Unseren neuen Kommentar für den 24.06.19 finden Sie hier.


Heizölpreise zunächst unentschlossen

Internationaler Markt

Die Ölpreise sind geklettert und erneut gefallen. Unter dem Strich liegen sie heute etwas niedriger als zu Handelsbeginn am Dienstag. Die Trader hatten gestern zunächst die preisdämpfenden Impulse des jüngsten OPEC-Monatsberichts ignoriert. (Dieser hatte die Versorgungslage für 2018 und 2019 etwas besser als im letzten Bericht eingestuft.) Die türkische Lira stabilisierte sich am Vormittag und nahm damit Druck von den Ölpreisen. Das bereitete den Weg für eine kurze Kletterpartie. Am späten Nachmittag traten erste Vermutungen, dass die Ölbestände in den USA in der abgelaufenen Berichtswoche gestiegen seien, in den Vordergrund. Das ließ die Notierungen wieder sinken.

Nachdem das American Petroleum Institute (API) in den späten Abendstunden einen bärischen Wochenbericht vorlegte, erreichten die Ölfutures in der Nacht ihre Tagestiefs. Laut API sind die Vorräte an Rohöl in den USA deutlich gestiegen. Experten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Bei den Produktreserven legten die Destillate stärker zu als erwartet, während Benzin abnahm. Die offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE) folgen heute um 16.30 Uhr. Voraussichtlich werden sich die Händler bis dahin abwartend verhalten.

Wie die Preisentwicklung weitergeht, hängt heute unter anderem vom DOE-Report ab. Die Marktteilnehmer werden sich zudem weiterhin von der Entwicklung des Handelsstreits leiten lassen. Indien, einer der größten Importeure iranischen Rohöls, strebt zurzeit eine Ausnahmeregelung bei den US-Sanktionen gegen den Iran an. Das Land ist bereit, auf 50 Prozent seiner Importe zu verzichten, sieht sich zu mehr jedoch nicht im Stande. Die USA selbst gehen inzwischen nicht mehr davon aus, ihr Ziel, die iranischen Ölexporte auf null zu drücken, erreichen zu können. Das nährt die Vermutung, dass die Versorgungslage etwas entspannter sein wird, als in der Vergangenheit befürchtet.

Im Vergleich zu gestern früh haben die Notierungen einen Schritt abwärts getan. An den Ölbörsen starten sie heute knapp über dem gestrigen Tiefststand und bewegen sich in enger Spanne. Ein festerer Dollar macht Öl in anderen Währungsräumen teurer. Das zeigt sich heute auch bei den Preisen im Binnenland.

Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 66,69 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 72,27 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 651,50 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet heute Morgen 0,8828 Euro . Damit kostet der Euro 1,1325 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise bewegen sich heute Morgen in Deutschland uneinheitlich. In der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich ein kleiner Anstieg. Nachrichten vom internationalen Ölmarkt werden erwartet und könnten Einfluss nehmen.

Interesse am Heizölkauf ist vorhanden. Die Kunden sehen, dass derzeit wenig Spielraum in der Preisentwicklung steckt, und bestellen, wenn ihr Tank dies verlangt. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt einen hohen Wert für die Kaufbereitschaft an. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Nimmt die Anzahl der Bestellungen im Verhältnis zu den Anfragen zu, spricht das für eine hohe Kaufbereitschaft. In der Lesereinschätzung erwarten 70 Prozent künftig sinkende Preise. Das ist ein moderater Wert.

Der Blick auf die Preistrends bringt derzeit kaum Klarheit für Verbraucher. Für den kurzfristigen Zeitraum (3 Monate) gibt es einen leichten Aufwärtstrend. In der 6-Monatsansicht zeigt der Trendkanal tendenziell abwärts. Die Charts der mittel- und längerfristigen Zeitabschnitte weisen Aufwärtstrends aus. Die sehr langfristige 10-Jahresansicht prognostiziert seit Langem unverdrossen sinkende Ölpreise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie die günstigen Momente von Preisschwankungen für eine Bestellung nutzen. Einen Teil des Bedarfs zu decken, ist dabei eine mögliche Strategie. So bleibt die Chance, bei einem späteren Preisabgang noch einmal zuzugreifen. Große Sprünge scheinen derzeit unwahrscheinlich.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
Heizölpreis Trend Chart

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