Unseren neuen Kommentar für den 24.09.21 finden Sie hier.


Pause im Aufwärtstrend

Internationaler Markt

Die Ölpreise geben seit gestern leicht nach und liegen aktuell knapp unter 72 Dollar für einen Barrel Rohöl der Sorte Brent. Damit ist der steile Aufwärtstrend der letzten Tage erst einmal gestoppt. Der verdankte seine Dynamik zuletzt den nur sehr zähen Fortschritten bei den Atomverhandlungen des Westens mit dem Iran. Zusätzliches iranisches Öl kann wohl frühestens im Herbst die Märkte fluten und damit die Ölpreise belasten.

Daneben verblassten neue Ölmarktdaten aus Indien. Der landesweite Lockdown sorgte im Mai für einen steilen Rückgang des Benzin- und Dieselverbrauchs. Die Werte sanken in etwa auf den Vorjahresstand.

Doch gestern drehte der Wind dann schließlich aus einem anderen Grund: Der Wochenbericht des US-Energieministeriums. Die Zahlen sahen auf den ersten Blick preistreibend aus: Die Rohölbestände sanken gegen den saisonalen Trend um 5,2 Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung stieg auf 91,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Februar 2020.

Doch das Problem waren die Benzinvorräte. Sie kletterten in der letzten Woche um enorme 7,0 Mio. Barrel nach oben. Dazu passte, dass auch die Benzinnachfrage weitaus schwächer als erwartet ausfiel.

Die Stimmung drehte sofort, obwohl es für die Benzindaten gute Erklärungen gab: Zum einen sorgte die sehr hohe Raffinerieauslastung für wachsende Vorräte. Auch hatten sich viele Autofahrer im Nordosten schon in den Wochen davor sicherheitshalber mit Reserven eingedeckt, als die große Benzinpipeline Colonial Pipeline durch einen Hackangriff lahmgelegt war. Am verlängerten Wochenende (Memorial Day), das traditionell für viele Ausflüge und einen hohen Benzinverbrauch sorgt, verhinderten dann schließlich zahlreiche Gewitterstürme den Massenandrang auf den Freeways. Kein Wunder also, dass die Benzinlager anschwollen.

Hier die Zahlen des DOE (Energieministerium) und des API (US-Branchenverband) im Überblick:
Rohöl: -2,1 Mio. Barrel (API) bzw. -5,2 Mio. Barrel (DOE)
Heizöl und Diesel: +3,8 Mio. Barrel (API) bzw. +4,4 Mio. Barrel (DOE)
Benzin: +2,4 Mio. Barrel (API) bzw. +7,0 Mio. Barrel (DOE)
Ölproduktion: 11,0 Mio. Barrel pro Tag (0,1 Mio. unter Vorjahreswert; 2,1 Mio. unter Feb. 2020)
Nachfrage (4-Wochen-Durchschnitt): 19,0 Mio. Barrel pro Tag (2,7 Mio. über Vorjahreswert).

Der Preisrückgang hielt sich in Grenzen. Ein bärischer Wochenbericht reichte nicht aus, um den generell bullischen Grundton aus dem Ölmarkt zu verdrängen. Am Abend wie auch heute Morgen bewegten sich die Preise für Brent-Rohöl kaum noch. Der Markt wartet jetzt auf den OPEC-Monatsbericht und neue Arbeitsmarktdaten aus den USA.

Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) steht aktuell bei 69,59 US-Dollar je Barrel . Die Nordseesorte Brent kostet 71,85 US-Dollar je Barrel . Rotterdamer Gasöl notiert bei 581,50 Dollar je Tonne . Der US-Dollar ist 0,8218 Euro wert . Damit steht der Euro bei 1,2167 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum gestrigen Handelsauftakt.

Nationaler Markt

Die leichte Entspannung im Heizölmarkt setzt sich fort. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt im Moment einen kaum veränderten Durchschnittswert von 66,4 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3000 Liter).

Der Markt ist noch immer recht lebendig, wirkt aber ruhiger als in den Wochen zuvor. Die Bestelltätigkeit ist einem mittleren Niveau. Das gilt auch für das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Kaufbereitschaft nach Preisanfragen misst.

Der Preisoptimismus der Verbraucher bleibt jedoch im Keller. Nur etwas mehr als die Hälfte der Stimmen setzt in der aktuellen Lesereinschätzung auf fallende Preise. Das ist ein unterdurchschnittlicher Wert.

In der Tat machen die Preischarts wenig Hoffnung: Kurz- und mittelfristig wirken die steil steigenden Preiskorridore sehr stabil. Vor allem der Preisanstieg seit dem letzten Herbst ist schon mehrfach bestätigt worden.

Was tun? Preisrücksetzer stellen eine gute Kaufgelegenheit dar. Ein Ende der globalen Ölpreishausse ist noch nicht in Sicht.

Wenn Sie die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen wollen, sollten Sie aber in jedem Fall genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab plus hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

Klarstellung: Es gibt immer wieder Missverständnisse über die Zukunft der Ölheizung. Daher der Hinweis, dass das Heizen mit Öl durch den Gesetzgeber nicht verboten wurde, auch nicht ab 2026. Ab diesem Stichjahr müssen neue Ölheizungen mit einem regenerativen Anteil ausgestattet sein, beispielsweise mit Solarkollektoren für die Erwärmung von Brauchwasser. Weitere Informationen

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