Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Nun sollen die Notenbanken wieder ran

Internationaler Markt

Finanzjongleure wollen Wachstum. Gesund oder ungesund spielt keine Rolle, Hauptsache Wachstum. Die globale Konjunktur wächst. Sie hat gewaltigen Nachholbedarf gegenüber der OECD. Die US-Konjunktur wächst nominell. Das Wachstum kommt aber nicht bei der Mehrheit der Bürger an. Die EU-Konjunktur wächst nicht, weil wichtige Gemeinschaftsmitglieder als Folge zu billiger EU-Kredite in einer schweren Strukturkrise stecken. Die japanische Konjunktur wächst seit dem Platzen einer Immobilienblase Anfang der 1990er Jahre kaum noch. Die Wachstumsprobleme der alten Industrienationen haben alle einen gemeinsamen Kern, zu hohes Schuldenwachstum in Relation zum Wachstum der Realwirtschaft. Da Schulden und Vermögen per Definition paarweise auftreten, kommt hinzu, dass einige wenige Bürger dabei sehr reich werden. Finanzjongleure sind ihre Diener. Sie würden gerne einen guten Job machen, indem sie sehr viel Geld verdienen. Die Konjunkturen bieten dafür aber keine ausreichende Grundlage. Und so dümpeln die Kurse an den Börsen grosso modo vor sich hin. Sowohl in den USA als auch in Europa stehen die Aktienmärkte kaum höher als vor sechs Jahren, in Japan sogar deutlich tiefer. Gleiches gilt für Ölpapiere. Angesichts des aktuell hohen Ölangebots ist Besserung auf „normalem“ Weg kaum in Sicht. Dennoch hoffen und setzen Finanzjongleure auf steigende Kurse. Sie bauen dabei auf die Notenbanken, von denen sie immer neue Programme, im Klartext Schuldenprogramme, zu ihrer Unterstützung erwarten, getreu dem Motto, je schlechter die Konjunktur läuft, um so spendabler werden die Notenbanken Geld auf den Markt werfen. Dass dieses Verhalten in den nächsten Monaten tatsächlich höhere Ölnotierungen hervorruft, ist aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Diese Tatsache deckt sich mit dem Börsengeschehen. Es sieht so aus, als solle der kurzfristige Aufwärtstrend zu Ende gehen. Der übergeordnete Trend weist nach wie vor abwärts. Die Kauflust der Ölheizer ist fast zum Erliegen gekommen. Somit böte der Binnenmarkt tatsächlich die Möglichkeit, den Abwärtstrend wieder aufzunehmen. Nun muss sich zeigen, ob die Börsen das wirklich mitmachen. Finanzjongleure und Notenbanken sind dabei mit Sicherheit nicht hilfreich. Heizöl ist übrigens immer noch günstiger als vor einem Jahr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Einige kleine Infrastrukturstörungen
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
China wächst weiterhin
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schwache Konjunkturen in den alten Industrienationen
US- und Nordseeförderungen steigen
Sehr viel Öl am Markt
EIA- und OPEC-Monatsberichte prognostizieren schwache Nachfrage
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

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