Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Das ist die richtige Richtung

Internationaler Markt

Die globale Ölversorgung ist gut und sie wird immer besser. Das ist keine aktuelle Meldung. Das ist eine Entwicklung, die sich seit längerer Zeit abzeichnet. Finanzjongleure sehen diese Entwicklung nicht gerne. Sie stört ihre Gewinnideen. Deshalb versuchen sie, sie auszublenden. Spekulationen über Sein oder Nichtsein des exzessiven Geldflutens durch die Notenbanken ist ein Aspekt, der das reale Ölmarktgeschehen in den Hintergrund drängt. Das US-Haushaltstheater, politische Unruhen, Aufruhr, Intrigen und vieles mehr sind andere Aspekte. Derlei Ablenkung gibt es derzeit nicht. Stattdessen wird die Finanzszene mit folgender Einschätzung der EIA (Statistik Behörde im US-Energieministerium) behelligt: In der letzten Woche importierten die USA 28,7 Prozent weniger Öl als vor einem Jahr. Der gewaltige Rückgang ist auf den nicht weniger gewaltigen Anstieg der eigenen Rohölförderung um 6,9 Prozent zurückzuführen. Die üppige Situation veranlasst Raffineure verstärkt Ölprodukte, vor allen Dingen Diesel, zu produzieren und auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Zuhause können sie ihr Angebot mangels ausreichender Nachfrage nicht mehr unterbringen. Der Export stieg um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wenn es der Finanzszene nicht gelingen sollte, durch andere Themen vom üppigen Ölangebot abzulenken, werden die Preise weiter purzeln. Es gibt noch Luft nach unten.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise gaben gestern erneut kräftig nach. Wieder waren die Ölnotierungen der Motor des Geschehens. Der Binnenmarkt zeigt kaum Preiseinfluss. Die Nachfrage kann vom Handel problemlos bedient werden. Sie zieht angesichts des Preisrückgangs allerdings an. Die weiteren Aussichten sind immer noch freundlich, obwohl die Preise nun in der ersten Zielzone angelangt sind. Wer jetzt kauft, macht nichts falsch. 3.000 Liter Heizöl kosten im Bundesdurchschnitt zwölf Prozent weniger als vor einem und sechs Prozent weniger als vor zwei Jahren. Wenn sie dennoch auf einen günstigeren Preis setzen, was angesichts der Weltmarktlage verständlich ist, sollten Sie den Verlauf eng verfolgen. Das kann im Internet oder mobil mit unserer Smartphone-App geschehen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs
Einige kleinere Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Bestandsdaten
Schlechte US-Arbeitsmarktdaten
US-Dollar im Abwärtstrend
Iran und USA reden über das Atomprogramm
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion

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