Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Entlastende Impulse kommen kaum an

Internationaler Markt

Die Ölpreise vollzogen gestern einen rasanten Abstieg. Sie erreichten damit einen deutlichen Abstand zu den Jahresspitzenwerten, die sie Anfang Oktober noch markierten. Die Nordseesorte Brent ist seither von über 86 Dollar auf derzeit knapp unter 77 Dollar das Barrel (159 Liter) gesunken. Das US-amerikanische WTI verlor von über 76 Dollar auf gut 66 Dollar.

Mehrere Faktoren sorgten gestern dafür, dass die Markteilnehmer die globale Ölversorgung weniger knapp sahen und die Ölfutures ihren Abwärtskurs kräftig fortsetzten. Saudi-Arabiens Ölminister bestärkte noch einmal, sein Land werde die Ölproduktion umfangreich steigern. Die Analysten prognostizierten steigende Ölreserven in den USA und auch der Rücksetzer an den Aktienmärkten wirkte sich dämpfend aus. Zudem haben die Händler im Hinterkopf, dass IEA, EIA und OPEC ihre Vorhersagen zum Nachfragewachstum in den Monatsberichten nach unten korrigiert hatten.

Der API-Report zu den Ölbestandsveränderungen in den USA fiel in den späten Abendstunden dann tatsächlich bärisch aus. Der Branchenverband American Petroleum Institute (API) berichtete, dass die Rohölvorräte in der abgelaufenen Berichtswoche stark zugenommen haben. Da die Raffinerien in dieser Jahreszeit ihre Produktion zurückfahren, um ihre Anlagen zu warten, sinkt der Bedarf an Rohöl für gewöhnlich. Die Lagerbestände steigen damit. So hatten es die Experten auch prognostiziert. Allerdings ist der Anstieg laut API rund fünfmal so hoch ausgefallen, wie erwartet. Sollte das Department of Energy (DOE) die erheblichen Aufbauten bestätigen, so wäre das die fünfte Woche in Folge, in der die Reserven massiv zulegen. Das würde signalisieren, dass der Weltmarkt trotz der Iran-Sanktionen gut versorgt ist und hätte einen preisdämpfenden Effekt. Die offiziellen US-Ölbestandsdaten veröffentlicht das DOE heute um 16.30 Uhr.

Nach den umfangreichen Verlusten am Dienstag ziehen die Notierungen an den Ölbörsen am frühen Morgen wieder etwas an und starten heute leicht oberhalb der gestrigen Tiefstwerte. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 66,62 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 76,78 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 697,25 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8717 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1468 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise haben weiter Druck durch die Versorgungskrise im Binnenland. In der 3-Monatsansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt sich heute früh ein Innehalten, das sich jedoch regional unterschiedlich auswirkt.

Die deutlich gesunkenen Preise am Rohölmarkt erreichen die Heizölkunden hierzulande lediglich abgeschwächt oder gar nicht. In vielen Regionen steigt der Heizölpreis gar weiter. Die Engpässe bei der Heizölversorgung im Südwesten und im Süden wirken sich inzwischen auf das ganze Bundesgebiet aus. Wegen leerer Lager kommt der Nachschub aus besser versorgten Gegenden, was nach und nach auch dort zu Schwierigkeiten führen wird. Das wirkt heute Morgen gegen die Signale vom Rohölmarkt und ist preistreibend. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt einen hohen Wert für die Kaufbereitschaft an. Sie entsteht aus der Not heraus, um sich vor einem leeren Tank oder weiteren Preissteigerungen abzusichern. In der Lesereinschätzung erwarten 53 Prozent der Kunden künftig sinkende Preise. Das ist ein vergleichsweise niedriger Wert.

Der Blick auf die Preistrends bleibt für Verbraucher ernüchternd. In allen kurz-, mittel- und längerfristigen Zeitabschnitten weisen unsere Charts Aufwärtstrends aus. Lediglich die sehr langfristige 10-Jahresansicht prognostiziert sinkende Ölpreise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wer seinen Tank zeitnah füllen muss, hat wenig Wahlmöglichkeit. Er bestellt, vorausgesetzt sein Händler kann noch liefern. Alle anderen sollten darauf setzen, dass die Pegelstände irgendwann wieder steigen werden - das kann jedoch einige Wochen dauern.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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