Unseren neuen Kommentar für den 24.06.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Es kommt Bewegung ins Spiel

Internationaler Markt

Die Ölindustrie verdient dank der relativ hohen Ölpreise wieder prächtig Geld. Ungerecht, mögen Verbraucher bei dieser Meldung denken oder fühlen. Gerechtigkeit ist allerdings kein binär einzuschätzendes Prinzip im Sinne von, sie ist oder sie ist nicht. Gerechtigkeit hat viele Dimensionen. Im konkreten Fall kann es um Einkommens- oder Ausgabengerechtigkeit gehen, um Ressourcen- oder Klimagerechtigkeit und vieles mehr. Mal steht der involvierte Betrachter dabei auf der als gerecht, mal auf der als ungerecht empfundenen Seite.

Der Ölindustrie dienen die üppigen Gewinne immerhin dazu, ihre Geschäfte wieder stärker auszubauen. Sie stocken ihre Investitionen in die Entwicklung neuer Ölfelder kräftig auf. Das ist auch dringend erforderlich, denn die tiefen Ölpreise des vorletzten Jahres ließen keine zukunftssichernden Investitionen mehr zu. Eine Fortsetzung der Tiefpreisphase würde unweigerlich zu einem mangelhaften Ölangebot und in der Folge zu dramatischen Ölpreissteigerungen führen. Der Weg über einen sanften Anstieg der Ölpreise ist für alle Beteiligten besser verdaubar.

Der wieder einsetzende Investitionsschwung wird mindestens zu einer Stabilisierung der Ölpreise führen, vermutlich sogar zu einem erneuten Rückgang. Er sichert eine hinreichende Verfügbarkeit von Öl selbst für den Fall einer weiter steigenden Nachfrage ab. Ob der so skizzierte Lauf der Geschichte wirklich wünschenswert oder gar gerecht ist, sollte mindest kontrovers kommentiert und diskutiert werden. Dem Weltklima wird die Möglichkeit zur Nachfrageerhöhung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schaden. Damit wird sie auch dem Menschen schaden, andernorts sicher mehr als hier, wie ungerecht.

Wohlfeile Gedanken, mag der geneigte Leser denken und auf günstiges Öl pochen. Recht hat er. Schließlich ist es der Zweck eines Preisvergleichs wie diesem, für Preiswürdigkeit durch Transparenz zu sorgen. Zu diesem Thema gibt es heute Morgen eine gute Nachricht. Die Preise fallen. Der Abgang setzte gestern ein und findet im morgendlichen Börsengeschehen seine Fortsetzung.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 64,89 Dollar und das Barrel Brent zu 69,00 Dollar gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 616,00 Dollar . Der US-Dollar kostet 0,8086 Euro . Damit kostet der Euro 1,2363 Dollar . Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise geben deutlich nach, wie die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt. In der 12-Monats-Ansicht ist der Trendkanal bereits angeknabbert. Schnell liegt der Gedanke nahe, dass das endlich die erwartete Trendwende wird. Aber aufgepasst, eine Schwalbe macht noch keinen Frühling oder so schnell lassen sich die Bullen nicht platt machen.

Das Heizölgeschäft im Binnenmarkt ist etwas schwächer als für die Jahreszeit üblich. Die fehlende Aussicht auf sinkende Preise trieb einige Kunden zum Kauf, andere zum Desinteresse an Heizöl. Letztes ändert seit gestern allerdings. Beobachter haben die Möglichkeit zu tieferen Preisen sehr schnell wahrgenommen. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf höchstem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem ordentlichen Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Preistrends sind für Verbraucher noch wenig verheißungsvoll. Mit Ausnahme der Darstellung in der sehr langfristigen Zehn-Jahres-Ansicht sind alle Trendkanäle bullisch.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Sie keine spekulativ eingestellte Persönlichkeit sind, verschaffen Sie sich durch einen Heizölkauf Ruhe! Als Preisspekulant sollten Sie ein Geduldspolster mitbringen, das den Winter überdauert.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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