Unseren neuen Kommentar für den 01.10.20 finden Sie hier.


Heizölpreise: Kaum Bewegung im Spiel

Internationaler Markt

Die Ölpreise zeigen sich zur Wochenmitte weicher. Die Marktteilnehmer bleiben auf der Suche nach Antworten, die die künftige Entwicklung am internationalen Ölmarkt einschätzbar machen sollen. Die Preise bewegen sich in einem ganzen Spannungsfeld von Einflussfaktoren und so gelangt je nach Nachrichtenlage mal der eine und mal der andere Faktor in den Blick, mit entsprechender Auswirkung. Unter dem Strich kamen dabei gestern lediglich leichte Preisänderungen heraus. Die nach unten korrigierten IWF-Prognosen zum globalen Wirtschaftswachstum standen weiter im Fokus, ebenso die schwachen Daten zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in China, die mit zu dieser Korrektur geführt hatten. Das wirkte sich dämpfend auf die Futures an ICE und NYMEX aus, da ein Abflauen der Weltkonjunktur mit einer geringen Ölnachfrage verbunden wird.

Dämpfend wirkte in diesem Zusammenhang auch die Nachricht über ein weiterhin hohes Förderpotenzial in den USA. Laut Monatsbericht der EIA, Statistikbehörde im US-Energieministerium, legte die Ölproduktion in den Schieferölregionen des Landes im Januar um 90.000 Barrel täglich (B/T) zu. Sie beträgt damit 8,12 Millionen B/T. Die Steigerung ist zwar niedriger ausgefallen, als die EIA noch im Vormonat prognostiziert hatte, die steigende Tendenz soll sich aber im Februar fortsetzen. Dann wird eine Produktion von 8,18 Millionen B/T erwartet. Zudem stieg die Anzahl der Reservequellen, die zeitnah erschlossen werden können, im Dezember um 218 auf 8.594. Es handelt sich dabei um Ölquellen, die bereits angebohrt sind.

Auf der anderen Seite stützte der Optimismus in Bezug auf eine mögliche Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China die Preise. Diese könnte dem Wirtschaftswachstum wieder mehr Schwung geben. Am Dienstagabend bekräftigte man in Washington, dass die Gespräche weitergehen werden, nachdem es zuvor wieder einmal Zweifel daran gegeben hatte.

Neben der Handelskrise bleiben der Brexit und die US-Sanktionen gegen den Iran weiterhin Risikofaktoren mit Auswirkung auf Weltkonjunktur und Ölpreise.

Die Finanzjongleure trieben die Notierungen an den Ölbörsen gestern zunächst deutlich abwärts, die Gegenbewegung am Abend relativierte die Verluste jedoch. Die Ölpreise tendieren heute Morgen leicht aufwärts. Sie liegen zur Stunde knapp unter den Werten von gestern früh. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 53,22 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 61,78 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 572,50 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8795 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1367 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise stehen nahezu still. Die 3-Monatsansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz belegt unter dem Strich eine Seitwärtsbewegung, auch wenn die kurzfristigen Trends weiterhin abwärts zeigen.

Die Preisaufschläge aus dem vierten Quartal 2018 sind vielerorts herausgenommen und vom internationalen Ölmarkt kommen derzeit keine markigen Impulse. So vollziehen die Heizölpreise eine Seitwärtsbewegung innerhalb des abwärts gerichteten Trendkanals - kleine Schwankungen inbegriffen.

Im Binnenland füllen die Kunden unbeirrt ihre Vorräte auf. Das Schwarm-O-Meter für Heizöl belegt das mit einem hohen Wert für die Kaufbereitschaft. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Zugleich glauben viele an künftig sinkende Preise, wie die Lesereinschätzung zeigt. Das spricht dafür, dass Heizölkunden, die ausreichend für den Winter vorgesorgt haben, auf günstigere Kaufmomente warten.

Die Preistrends in den kurzfristigen Zeiträumen (3 und 6 Monate) signalisieren Verbrauchern Hoffnung auf sinkende Preise. Allerdings geht es innerhalb der abwärts gerichteten Trendkanäle seit nunmehr einer Woche seitwärts. In der 12-Monatsansicht hält sich eine Konstellation, bei der alles offen ist - aufwärts wie abwärts scheint möglich. Langfristig (3 und 5 Jahre) prognostizieren die Trendkanäle steigende Preise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Die Lieferzeiten sind nach wie vor lang. Wer Heizöl braucht, sollte deshalb zeitnah bestellen. Kommen Sie mit Ihrem Vorrat gut über den Winter, dann können Sie auf einen Preisnachlass spekulieren.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
Heizölpreis Trend Chart

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