Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise fallen durch festen Euro milder aus

Internationaler Markt

Die Vorräte an Rohöl sind in den USA erstmals seit Wochen wieder gestiegen. Das berichtete das American Petroleum Institute (API) gestern in den späten Abendstunden. Die Nachricht bremste den Anstieg der Ölpreise an ICE und NYMEX, die am Nachmittag zu einer Kletterpartie aufgebrochen waren. Ob die preisdämpfende Wirkung Bestand haben kann, wird sich spätestens heute Nachmittag zeigen, wenn das Department of Energy (DOE) die offiziellen US-Ölbestandsdaten vorlegt. Die Marktteilnehmer dürften abwartend agieren, solange die API-Zahlen nicht bestätigt sind.

Nach einer Abwärtskorrektur und einer leichten Preisentspannung in den letzten Tagen waren die Ölnotierungen gestern wieder kräftig gestiegen. Preistreibend wirkte, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) das Wirtschaftswachstum nach oben korrigiert hatte. Auch die in der Vergangenheit gesunkenen Ölbestände in den USA und weltweit, sowie die Entschlossenheit der wichtigen Ölproduzenten Russland und Saudi-Arabien, die Förderbegrenzungen im Rahmen des OPEC-Abkommens längerfristig fortzusetzen, hatten einen stützenden Einfluss.

Trotz allem bleibt es dabei, eine steigende Ölproduktion - insbesondere in den USA - wird allseits erwartet. Sie ist der stärkste Gegner der OPEC-Strategie, die auf eine Verknappung der Ölbestände setzt, um die Preise auf höherem Niveau zu stabilisieren. In den Hinterköpfen der Trader scheint mittlerweile präsent zu sein, dass eine Abwärtskorrektur der Preise durchaus möglich ist. An den Ölbörsen ist zumindest zu beobachten, dass sich immer mehr gegen eine Abwärtsbewegung absichern.

Heute Morgen liegen die Notierungen deutlich über dem Niveau von gestern früh, jedoch unterhalb der Spitzenwerte des Nachmittags. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 64,43 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 69,75 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 617,00 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8110 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,2326 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise stagnieren heute Morgen im Binnenland, wie die 3-Monatsansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt. Ihr Aufwärtstrend bleibt bestehen.

Nach einer kurzen Phase der Entspannung in den vergangenen Tagen kletterten die Preise an den Ölbörsen gestern kräftig und nahmen die Heizölpreise mit. Der Wind hat sich wieder gedreht. Allerdings bläst er den Heizölkunden in Deutschland derzeit nicht ganz so stark ins Gesicht, weil der feste Euro/Dollar-Kurs die Impulse vom Rohölmarkt abschwächt. An diesem Morgen ergibt sich daraus in vielen Regionen eine Seitwärtsbewegung der Heizölpreise.

Die Preiszuversicht unter den Heizölkunden, die gerade wieder erwacht war, bekam gestern dennoch einen gehörigen Dämpfer. Wer seinen Tank füllen muss und wenig Hoffnung auf sinkende Preise verspürt, bestellt jetzt. Das zeigt unser Schwarm-O-Meter für Heizöl mit dem höchsten Wert für die Kaufbereitschaft an. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Nimmt die Anzahl der Bestellungen im Verhältnis zu den Anfragen zu, spricht das für eine hohe Kaufbereitschaft. In der Lesereinschätzung erwarten lediglich 67 Prozent künftig sinkende Preise.

Der Blick auf die Preistrends bleibt wenig aufbauend für Verbraucher. In allen kurz-, mittel- und längerfristigen Zeitabschnitten weisen unsere Charts Aufwärtstrends aus. Lediglich die sehr langfristige 10-Jahresansicht prognostiziert sinkende Ölpreise.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie jetzt bestellen. Liegt Ihnen das Spekulieren, dann bietet es sich an, zunächst einen Teil des Bedarfs zu decken, um bei einem etwaigen Preisabgang noch einmal zugreifen zu können. Geduld ist dafür derzeit allerdings unabdingbar.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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