Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise kommen mit Anstieg aus dem Wochenende

Internationaler Markt

Die Ölpreise stiegen am Freitagabend erheblich an. Damit revidierten sie die Verluste der Vortage. Anlass für den Anstieg waren gute Konjunkturdaten aus den USA, aber auch eine erhöhte Verunsicherung des Marktes wegen eines Anschlags in Saudi-Arabien. Das Ende des billigen Öls wird bereits verkündet. Gründe für eine wesentliche Veränderung des Preisniveaus werden aber nicht genannt oder sie sind nicht zwingend. Der Anstieg vom vergangenen Freitag lässt sich am besten mit einem Gemisch aus Unsicherheit, guten Konjunkturdaten und der unheilvollen Finanztechnik erklären. Durch die computergesteuerten Transaktionen, die auf bloßen Preisbewegungen beruhen, werden genau diese Preisbewegungen in der Regel verstärkt. Sinnvoll ist das nicht, aber leider Börsenrealität. Es bleibt zu hoffen, dass diese Bewegungen in dieser Woche für den deutschen Verbraucher laufen werden. Grund für diese Hoffnung ist die Tatsache, dass der weltweite Ölmarkt ein Überangebot ausweist.

Der Dollar konnte von den guten US-Konjunkturdaten nicht profitieren. Die Verschiebung der Zinsanhebung durch die US-Notenbank auf unbestimmte Zeit überwiegt. Der Devisenhandel sieht die expansive Geldpolitik, auch in den USA, noch nicht am Ende. Ein baldiges Ende des Staatsschulden-Dramas Griechenlands könnte den Euro stärken. Die bisher verbreitete Panik über einen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro oder eine Staatspleite Griechenlands erscheint immer mehr als überzogen. Der Wert des Euros kann höchstens durch die übernommenen Risiken durch die EZB und damit hauptsächlich durch Deutschland einen Dämpfer erhalten, wenn nämlich die Bundesregierung gezwungen wäre, fiskalisch auf die Staatspleite Griechenlands zu reagieren. Dies resultiert aber nur aus dem Umstand, dass die Bundesregierung es zugelassen hat, dass sich die Banken ihrer Risiken zu Lasten der Allgemeinheit entledigen konnten.

Die Ölbörsen sind weiter volatil. Insbesondere der Devisenmarkt ist bereits in Bewegung. Allerdings schwingt er auf und ab, ohne neue Richtung. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 596,00 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 59,86 Dollar und in London zu 65,21 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9123 Euro . Damit kostet der Euro 1,0961 Dollar .

Nationaler Markt

Die Heizölpreise steigen wieder. Sie werden von den Ölpreisen in die Höhe gezogen. Sie bewegen sich innerhalb der neuen Seitwärtstrends. Dies ist gut in der 3-Monatsansicht in der Heizölpreis-Tendenz zu erkennen.

Im Binnenmarkt schlagen die deutschen Verbraucher wieder verstärkt zu, dies allerdings bei recht schwachem Gesamtinteresse. Die Richtungsänderung vom Freitag ist der entsprechende Impuls. Die Gefahr weiter steigender Heizölpreise ist gegeben. Dennoch glaubt immer noch eine deutliche Mehrheit unserer Nutzer an fallende Heizölpreise. Der Wert, der diesen Glauben repräsentiert, ist allerdings um 7 Prozentpunkte auf 80 Prozent gefallen. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an. Das eine steht auf einem relativ hohen Niveau für die Kaufbereitschaft (guter Kaufpreis), das andere auf einem hohen Wert für die Hoffnung auf fallende Heizölpreise.

Das mathematische Tiefpreis-System steht in ganz Deutschland auf Rot. Dieser Umstand unterstützt die Markthaltung der Beobachter. Die Signale werden definitiv wieder kommen. Es ist gut möglich, dass die Preise dann tatsächlich tiefer liegen als heute.

Die Trendkanäle sind in den kurz- und mittelfristigen Bereichen auf Seitwärts gedreht. In den längerfristigen Ansichten zeigen sie Wimpel. Das sind Konstellationen, die auf eine bevorstehende Neuausrichtung der Ölpreise hindeuten. Danach kann es aufwärts oder abwärts gehen. Beides ist möglich. Wir sehen längerfristig wieder Preispotenzial nach unten.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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