Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Hoffen bringt nichts, Vernunft muss walten

Die Wirtschaft möge endlich wachsen, damit das Geld zum Schuldenabbau verdient wird. Sie wächst nicht. Wüchse sie, würden die Ölpreise explodieren. Nun explodieren die Schulden. Die Vermögenden erhöhen die Prämien auf ihre Kredite. Gestern betraf das Griechenland, Portugal und Irland. Heute betrifft es Italien, morgen Frankreich und übermorgen Deutschland. Man lässt die Vermögenden gewähren. Griechenland ist die Blaupause für das, was über kurz oder lang auch andere Staaten erleben werden. Statt das reichlich vorhandene Vermögen einzusetzen, um Staat und Gesellschaft wieder aufzubauen, entziehen sich ihre Besitzer der Verantwortung, indem sie ihre Pfründe außer Landes schaffen. Den Wiederaufbau soll das hoch verschuldete Volk schultern. Das klingt mittelalterlich. Neuzeitlich wäre es, Vernunft walten zu lassen. Die beginnt mit einer Kassenprüfung und der Feststellung, dass genug Geld vorhanden ist, um die Probleme zu lösen. Man muss das Geld nur richtig verteilen. Hierzulande stehen einer Staatsschuld von gut 2 Billionen Euro private Vermögen von 7,3 Billionen Euro gegenüber. Damit ließen sich nicht nur die Staats- sondern auch die Privatschulden tilgen. Die Geschichte kennt viele Beispiele über die heilende Wirkung von Umverteilung. Sie reichen von den Jubeljahren der Antike bis in die jüngste Vergangenheit der USA, wo Umverteilung zum Boom der 1950er Jahre führte. Für die heutige Weltbevölkerung von sieben Mrd. Menschen wäre ein solcher Boom tödlich, weil er viel zu ressourcenintensiv war. Heute brauchen wir einen Energie- und Ressourcenwendeboom. Seine Finanzierung wird kaum ohne Umverteilung funktionieren. Gegen die dauerhafte Steigerung der Ölpreise helfen nur beide Elemente einer neuen Ordnung, die Energiewende und die Umverteilung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Kriegsdrohungen zwischen Israel und Iran
Zinssenkung der EZB
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rücktritt Papandreous erhöht Unsicherheit der Finanzszene
Negative Konjunkturerwartungen
Nachfrageprognosen reduziert
Libyen baut Produktion rasch wieder auf
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Der Rücktritt Papandreous schwächt die Position der Finanzwirtschaft. Spekulanten flüchten wieder einmal in den vermeintlich sicheren US-Dollar. Zu allem Überfluss steigen heute auch die Ölnotierungen. Dafür ist die Kriegsrhetorik zwischen Israel und dem Iran verantwortlich. Aktuell gibt es mehr Aufwärts- als Abwärtspotential für die Heizölpreise. Mittelfristig bleibt die Lage seitwärtsträchtig. Mehr als kleine Einsparungen werden sich in absehbarer Zeit nicht erzielen lassen. Wer mehr will, muss am eigenen Verbrauch arbeiten. Das geht nicht ohne Anfangsinvestition. Dafür ist der Erfolg garantiert. Hier ist ein Beispiel für so eine Einsparungsinvestition.

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