Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Neues Jahr, altes Spiel

Willkommen im sechsten Jahr der Geld- und Finanzkrise. Sie wird uns wieder viele interessante Momente bescheren. Große Überraschungen sind allerdings nicht zu erwarten, da die Spielregeln mittlerweile feststehen. Sie haben als Konsequenz der mannigfaltigen Bankenrettungen seit 2008 den Rang der Zwangsläufigkeit erreicht. Die Damen und Herren über Dollar und Euro beschränken ihre politischen Handlungen auf die Geschwindigkeitsregulierung der Gelddruckmaschinen. Zur atemberaubenden Vermehrung der Staatsschulden gibt es dabei keine Alternative mehr. Das Drama um die US-Fiskalklippe, das es bis zum letzten Tag des alten Jahres zu großer Prominenz brachte, ist in Wirklichkeit gar keins. Im noch jungen neuen Jahr haben sich die Akteure erwartungsgemäß darauf geeinigt sich zu einigen. Sie werden die Schuldengrenze des Landes erneut anheben, so wie sie es seit Jahren zu tun pflegen, wenn sie erreicht ist. Das wird bald auch in Deutschland geschehen, wenn die Schuldenbremse de jure greift. De facto wird sie nicht eingehalten werden. Die Börsen zeigen die ebenfalls erwartete Reaktion auf den Vorgang. In Japan schnellen die Aktienkurse in die Höhe. Im Ölhandel steigen die Notierungen. Das mag für kurze Zeit so weitergehen. Bald kommen aber wieder Kater und physischer Ölmarkt ins Spiel. Dann werden die Notierungen zurückkommen. Nennenswert fallen werden sie wohl nicht. Als unterer Richtwert kann der Tiefstand vom Sommer 2012 dienen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
US-Fiskalklippe ist gar keine
Geldvermehrung durch Notenbanken
Kurden und Libyer blockieren Öllieferungen
China wächst immer noch rasant
Explosive Lage im Nahen Osten

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Warmer Winter in den USA
OPEC produziert über Quote
Liefermengen aus der Nordsee sollen steigen
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise halten trotz eines starken Anstiegs an den Ölbörsen seitwärts. Der nicht minder stark steigende Euro verhindert Schlimmeres. Das könnte in den kommenden Tagen noch kommen. Wirklich tragisch sollte die mögliche Teuerung von Heizöl aber nicht werden. Und sie wird wohl wieder zurückgenommen werden. Das aktuelle Niveau bleibt in den kommenden Wochen das Maß der Dinge. Wenn es einmal unterschritten wird, ist die Zeit für die nächste Bestellung gekommen. Das Maß der persönlichen Handlung wird sich mehr und mehr auf das Ausnutzen einer plötzlich auftretenden Preisopportunität verlagern. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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