Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Panik oder Lenkung

Die Bundesregierung erlässt in Abstimmung mit der EU Maßnahmen zur Regulierung des Finanzhandels. Das könnte eine gute Meldung sein, wenn die Maßnahmen nicht so spät und so plötzlich kämen. Weil sie spät und plötzlich kommen, schreibt man ihnen eher Panik als Lenkungskraft zu. Kurzfristig bessert sich die Lage des Euros keineswegs. Dass die Maßnahmen dem Euro langfristig helfen werden, ist auch unwahrscheinlich. Denn die Währung hat grundsätzliche Konstruktionsprobleme. Die gilt es zu lösen. Dass sich die Politik lenkend um die Finanzmärkte kümmert, ist prinzipiell begrüßenswert. Dass das Kümmern seit Jahren nur als Reaktion stattfindet, ist nicht hinnehmbar. Die Menschen haben ein Recht auf konzeptionelle Lenkungsarbeit. Die findet nicht statt. Gestern Abend stieg der Dollar. Der Ölpreis fiel. Man kann diesen Umstand dem verzweifelten Lenkungsversuch der EU zuschreiben. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Kurse schlicht ihren Trends folgten. Und die zeigen für Öl und Euro steil abwärts, obwohl die Realwirtschaft deutliche Erholungstendenzen aufweist. Aber die Finanzindustrie handelt mal wieder ein anderes Thema als die Realwirtschaft.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Konjunkturoptimismus
Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Sorge um Stabilität des Finanzsystems
Drohende Betrugsklagen gegen Investmentbanken
Finanzmarktregeln der EU
Schwache Konjunkturdaten aus China

Unsere Heizölpreise fallen weiter. Leider vollziehen sie dabei nicht den steilen Fall der Weltmarktpreise nach. Dieser erfolgt auf Dollarbasis. Nach der Konvertierung der Ölpreise in Euro bleibt nur ein kleiner Abstieg übrig. Der abwärts weisende Trend ist intakt. Insofern ist die Hoffnung auf noch günstigere Kaufsituationen angebracht. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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