Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Psychologie der Preise

Ölpreise werden aus Angebot und Nachfrage, dem Wissen um die verfügbaren Ressourcen und ganz viel Psychologie gemacht. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ist aktuell ohne nennenswerte Spannung. Die Reichweite der bekannten verfügbaren Ressourcen ist nominell zwar höher als in den letzten 40 Jahren. Gleichwohl stimmt sie die Menschen nicht zuversichtlich hinsichtlich ihrer vom Öl und anderen Rohstoffen abhängigen Lebensweise. Die Ahnung, dass das Fördermaximum (Peak Oil) nahe ist, provoziert die Sorge, dass die Konsumgesellschaft ihren Zenit überschritten hat. Es gibt keine wissenschaftliche Erkenntnis zur Sache, die den Rang einer faktischen Wahrheit hat. Deshalb ist das Feld psychologisch vermint. Beeinflusst durch den morbiden Zustand des Geld- und Finanzsystems entstand trotz ansprechender Konjunktur eine depressive Grundstimmung in den alten Industrieländern. Sie hielt die Ölpreise über Monate im Zaum. Mittlerweile macht sich so etwas wie die Gewöhnung an die Morbidität breit, eine Art Trotzhaltung. Sie lässt Raum für einen psychologisch motivierten Preisanstieg beim Öl. Wohl gemerkt, die Unzulänglichkeiten und Probleme, die die depressive Stimmung erzeugten, sind in keiner Weise gelöst. Deshalb kann es keinen allgemeinen Aufbruch in den alten Industriekulturen geben. Es kann aber sehr wohl inflationsbedingte Preissteigerungen geben.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Iranisches Öl ist ein Politikum
Hoffnung auf Abwendung der Staatspleite Griechenlands
Ausfälle von Lieferungen aus Nigeria und Sudan
Raffinerieprobleme in Europa
Extreme Tieftemperaturen in Europa
Binnenschifffahrt in Deutschland eingeschränkt
Chinas Ölverbrauch erreicht neues Hoch
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Sanktionen gegen den Iran zeigen Wirkung
Chinas Konjunktur wächst langsamer
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Irak uns Venezuela wollen mehr Öl auf den Markt bringen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen immer noch. Der Auftrieb kommt von den Ölnotierungen und aus dem Binnenmarkt. Während die Ölnotierungen mehr durch Psychologie als durch Fundamentaldaten getrieben werden, regieren im Binnenmarkt Angebot und Nachfrage. Knapper Verfügbarkeit von Heizöl steht eine hohe Nachfrage gegenüber. Dieser Umstand wird spätestens mit dem Ende der Kältewelle auslaufen. Die Psychologie an den Börsen ist ein immerwährender Motor. Immerhin kennt der auch den Rückwärtsgang. Ihn zu finden ist bei steigender globaler Ölnachfrage und unter Dauerflutung stehender Geldmärkte allerdings schwierig. Es bedarf wohl des Dammbruchs der Geldmärkte. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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