Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Viele Bullen verderben den Preis

Die Finanzkrise ist an den Börsen abgehakt. Gelöst ist zwar gar nichts, aber kurzfristig - weiter denken Hardcore-Spekulanten ohnehin nicht – stehen die Zeichen auf Gewinn. Aktien- und Ölnotierungen steigen. Griechenland und Italien bekommen neue Regierungschefs. Diese Tatsache erlaubt es, von einer noch besseren Ausrichtung der jeweiligen Gesellschaften auf die Belange der Finanzindustrie zu träumen. Neuen Zahlen zufolge hat China seine Inflation in den Griff bekommen. Die Preissteigerung sinkt, während das Wirtschaftswachstum stolze 8,3 Prozent beträgt. Es ist aufgrund des reduzierten Inflationsrisikos sogar steigerbar. Die Ölnachfrage wächst unaufhaltsam weiter. Gewollte und ungewollte Einsparungen in den alten Industrieländern werden von China, Indien und anderen Wachstumsländern überkompensiert. Als erste Organisation erhöht die OPEC ihre steigende Nachfrageprognose und das bei der Annahme einer sich abschwächenden Weltkonjunktur. IEA und EIA werden wahrscheinlich in Kürze mit ähnlichen Zahlen folgen. Sichtbar wird der hohe Bedarf in sinkenden Lagerbeständen der USA und Europas. Das Öl fließt dorthin, wo man seinen hohen Preis bereitwillig bezahlt. Die OPEC sieht die Marktaussichten der Anbieter auf lange Sicht sehr entspannt. Zu allem Überfluss werden die für Verbraucher unfreundlichen Aussichten nun wieder mit dem iranischen Atomkonflikt belastet. Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass Teheran an der Bombe bastelt. Israel und Saudi Arabien sind gar nicht amüsiert. Sie drohen mit Krieg. Solche Drohungen gefallen Ölspekulanten besonders gut. Sie stimulieren Phantasien über weggebombte Versorgungsmengen und rasant steigende Ölpreise.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Kriegsdrohungen zwischen Israel und Iran
Gute Wirtschaftsdaten aus China
Ölkonsum der Wachstumsländer wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
US-Bestände sinken
OPEC erhöht Nachfrageprognose

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Negative Konjunkturerwartungen
Schwache Nachfrage der reifen Industriegesellschaften
Libyen baut Produktion rasch wieder auf
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise befinden sich im Aufwärtstrend. Noch ist die Steigerung moderat. Heute Morgen ist sie dank des nachgebenden Dollars gar nicht spürbar. Die Gefahr für eine neue Preisrunde während des Winters steigt. In der letzten Saison betrug der Anstieg satte 30 Prozent. Es hilft niemandem, mit solchen Zahlen ein Schockszenario zu entwerfen. Jede Preisprognose ist rein hypothetisch. Gleichwohl macht es Sinn, sich nüchtern mit der Möglichkeit solcher Preissteigerungen auseinander zu setzen. Das betrifft die Entscheidung über den Heizölkauf und den Entschluss in Sparsamkeit zu investieren. Einige Menschen bringt die bloße Erwähnung der Notwendigkeit entsprechender Maßnahmen in Rage. Viele Menschen verfügen aber über Finanzmittel. Die sollten sie einsetzen. Hier ist ein Beispiel für eine Einsparungsinvestition.

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