Preisvergleich:

Heizöl: Zu diesen Preisen können Sie kaufen

Internationaler Markt

Die OPEC-Allianz zur Stabilisierung der Ölpreise wird ab Mai mehr Öl liefern. Das ändert nichts an der Tatsache, dass ihr Ölangebot deutlich beschnitten bleibt. Dieser Umstand stellt aber kein Problem für den Markt dar, denn seit Aufkommen der Corona-Pandemie gilt die Ölnachfrage als Schlüssel zur Preisbildung.

In den USA hat sich die Lage insbesondere durch die erfolgreiche Impfkampagne entspannt. Die Nachfrage nach Heizöl und Diesel befindet sich längst wieder auf einem normalen Niveau. Die Benzinnachfrage ist in den letzten Wochen zwar gestiegen, das alte Normalniveau hat sie aber noch nicht wieder erreicht. Das zeigt sich auch in den aktuellen Bestandsdaten von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute). Gegenüber der Vorwoche sind die Rohölbestände gesunken und die Benzinbestände gestiegen. Im Einzelnen lauten die Zahlen wie folgt:

Rohöl: -3,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. -2,6 Mio. Barrel (API)

Heizöl und Diesel: +1,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. +2,8 Mio. Barrel (API)

Benzin: +4,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. +4,6 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 2,0 (DOE) bzw. 4,8 (API) Mio. Barrel. Die Auslastung der Raffinerien beträgt unverändert 84 Prozent. Das ist weiterhin ein Krisenwert. Ordentliche Auslastungen liegen oberhalb von 90 Prozent.

In anderen wirtschaftlich bedeutenden Teilen der Erde herrscht weniger Zuversicht als in den USA. Die EU, drittgrößter Ölverbraucher der Welt, lähmt sich mit elenden Lockdown-Debatten und Indien, viergrößter Ölverbraucher weltweit, ist mit einer gewaltigen Corona-Neuinfektionswelle konfrontiert. Durch diese Regionen wird die globale Nachfrage weiterhin geschwächt.

Für die Ölpreisbildung lassen sich aus der Gemengelage keine signifikanten Impulse ableiten. Die Fakten neutralisieren sich gegenseitig. Und selbst die derzeit in Aussicht stehende Rückkehr iranischer Ölmengen im Fall einer Einigung mit den USA zum Atomabkommen lässt keine Überversorgungsphantasie aufkommen. So kam es gestern zu zwar kräftigen, am Ende aber bedeutungslosen Ausschlägen der Ölnotierungen. Heute Morgen wird der noch verbliebene Restgewinn an den Ölbörsen glattgestellt.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 59,39 Dollar Tendenz: fallend und das Barrel Brent zu 62,80 Dollar Tendenz: fallend gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 500,00 Dollar Tendenz: fallend. Der US-Dollar kostet 0,8416 Euro Tendenz: fallend. Damit kostet der Euro 1,1878 Dollar Tendenz: steigend. Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise bewegen sich kaum, wie der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zu entnehmen ist. Sie folgen damit den internationalen Börsenvorgaben. Insgesamt wirken der Markt und seine Teilnehmer wenig emotional. Kräftige Veränderungen der Preisrichtung sind daher nicht zu erwarten. Seitwärts dümpelnde Heizölpreise sind eine naheliegende Konsequenz.

Der Binnenmarkt für Heizöl ist relativ lebhaft geworden. Bestellungen kommen den Umständen entsprechend üppig herein. Die Hoffnung auf günstigere Heizölpreise ist gleichzeitig gewachsen. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Befindlichkeit der Kunden entsprechend an. Das eine steht auf hohem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem sehr starken Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Trendkanäle für die Heizölpreisentwicklung sind freundlicher als in den letzten Monaten. Der Aufwärtstrend ist nur noch in der 12-Monats-Ansicht stark ausgeprägt. Als sichere Bank auf fallende Preise sollte die Chart-Technik aber in keinem Fall verstanden werden.

Das mathematische Tiefpreissystem gibt für einigen Regionen Deutschlands Kaufsignale.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Es ist ein Kaufmoment, kein starker aber allemal ein nutzbarer.

Klarstellung: Seit einiger Zeit nehmen wir Missverständnisse der öffentlichen Meinung über die Zukunft der Ölheizung wahr. Deshalb möchten wir darauf hinweisen, dass das Heizen mit Öl durch den Gesetzgeber nicht verboten ist, weder jetzt noch in Zukunft und auch nicht ab 2026. Ab dem Jahr müssen neue Ölheizungen lediglich mit einem regenerativen Anteil ausgestattet sein, beispielsweise mit Solarkollektoren für die Erwärmung von Brauchwasser. Weitere Informationen

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom 08 April 2021

Heizölpreise-Chart vom 2021-04-08
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 08 April 2021, pro 100 Liter (links) und 3.000 Liter (rechts). Preise inkl. MwSt.

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