Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Aufwärts ohne Gebrüll

Sinkende Vorräte, wachsende Nachfrage und ein drohender Sturm. Die Lagebeschreibung steht für steigende Preise. Aber so klar wie die Worte es vermuten lassen, ist die Preisbewegung nicht. Banken und Investmentfonds, die Hauptpreistreiber, sind vorsichtiger geworden. Die Hypothekenkrise dämpft spekulative Geldausgaben. Den erhofften Freibrief für ein „weiter so“ will Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank, nicht geben. Er muss sich mit seiner Zinspolitik zwischen Pest und Cholera entscheiden. Mit hohen Zinsen könnte er die angeschlagene US-Konjunktur ersticken. Mit niedrigeren Zinsen löschte er die Not leidender Spekulanten. Aber er legitimierte übertriebene Spekulationssucht. Das hätte verheerende Folgen für die Zukunft. Quintessenz der Freitagsrede: Die FED macht derzeit nichts. Aber sie wird helfen, wenn die Konjunktur zu sinken droht. Danach sieht es momentan nicht aus. Der Dollar bekam einen kurzen, heftigen Auftrieb. Der Ölpreis wird diesen vermutlich länger haben.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Neuer Sturm im Golf von Mexiko im Anmarsch
Positive US-Konjunkturentwicklung erwartet
Ölnachfrage steigt in den USA
US-Bestandsdaten bullisch
Chinas Wirtschaft wächst weiter stark
OPEC will Fördermengen nicht erhöhen
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Entspannung im Atomstreit mit dem Iran
Krise an den Kapitalmärkten
US-Rohöllager gut gefüllt
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Alle Zeichen stehen momentan für Preisauftrieb. Wenn den Finanzmärkten eine Fortsetzung der Krise erspart bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit für einen längerfristigen Anstieg der Ölpreise hoch. Dabei könnte der alljährlich erwartete Preiseinbruch im Herbst oder Winter sehr dürftig ausfallen. Dafür sorgt das zunehmende Bewusstsein von der kaum steigerbaren Verfügbarkeit der wichtigsten Energieträger.

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