Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Dampf ablassen

Auf den letzten Preissprung folgte gestern eine Gegenreaktion. Unter normalen Umständen sollte diese ein paar Tage anhalten. Aber die Umstände sind nicht normal. Die Ölpreise befinden sich in einem Hype. Dieser wurde im Wesentlichen durch die Peak-Oil-Debatte und die US-Immobilienkrise ausgelöst. Peak Oil wird zwar extrem kontrovers diskutiert. Die Preisrichtung zeigt aber, dass ihr mehrheitlich ein wahrer Kern zugestanden wird. Die Immobilienkrise steuerte durch ihr Fluchtkapital die Liquidität bei, die ein Hype zur Entstehung benötigt. Nach aktueller Lage der Dinge können die abhebenden Preise nur durch eine Wirtschaftskrise oder durch eine Effizienzrevolution in den Industriegesellschaften zum Boden zurück geholt werden. Ein Rohölpreis mit Bodenhaftung dürfte aktuell bei 80 bis 90 Dollar pro Barrel liegen. In diesem Bereich befinden sich die Grenzkosten der Förderung. Die werden Jahr für Jahr steigen, weil das einfach zu fördernde Öl zu Ende geht. Der Aufwand, Öl zu Tage zu holen, wächst. Der Dollar bewegte sich gestern ebenfalls gegen seine Grundrichtung. Er konnte zulegen. Fundamentalisten unter den Devisenexperten tendieren nun wieder dazu, dem Dollar eine längerfristige Schwächephase zu prognostizieren.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Rückgang der US-Rohölvorräte
Banken und Analysten heben Preisprognosen an
OPEC und Saudi Arabien lehnen Produktionserhöhung ab
Hohe Nachfrage nach Destillaten
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Chinas Ölimporte fielen im April
US-Regierung um Dämpfung der Spekulation bemüht
Gedämpfte Nachfrageentwicklung
Schwächephase der US-Konjunktur
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC baut Förderkapazitäten aus

Unsere Heizölpreise bremsen ihren Anstieg. Von der gestrigen Gegenbewegung an den Ölbörsen können sie nicht profitieren, da der Gasölpreis kaum nachgab. Selbst wenn die Gegenrichtung einige Tage anhalten sollte, was nur gering wahrscheinlich ist, würden die Heizölpreise kaum eine entsprechende Reaktion mitgehen. Gasöl und Dollar stehen tendenziell dagegen. Verbraucher können darüber verzweifeln oder das Heft des Handelns durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Verbrauch zurückgewinnen. Als erstes sollte man diesen genau kennen. Dazu gibt es esytrol. Nach der Analyse folgt die Handlung. Neue Brennwertheizung, neue Fenster, Dachdämmung, Außenwanddämmung, Fußbodendämmung, thermische Solaranlage u.v.m.

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