Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Kälte sticht Krieg

Kriegsangst als Grund für steigende Preise ist der Normalzustand der letzten Monate. Doch von Zeit zu Zeit kommen auch andere Gründe auf den Plan. Das war gestern der Fall. Die Kältewelle in den USA öffnet den Spekulationen um die Heizölversorgung insbesondere vor der Veröffentlichung der Vorratsdaten, die heute Nachmittag ansteht, Tür und Tor. In Schätzungen gehen Marktkenner von einem weiteren Rückgang der Bestände aus. Sie sehen die Versorgung des Landes zunehmend kritisch. Diese Sorge ließ die Gasölpreise steigen. Im Gefolge zog auch Rohöl weiter an.

Mit der Bewegung wird der Aufwärtstrend bestätigt. Ob die Begründung für den Preisanstieg stichhaltig ist, kann durchaus angezweifelt werden. Nach einer Veröffentlichung des Petroleum Intelligence Weekly besteht kein Grund zur Sorge um die Ölversorgung weltweit. Es sei genügend Menge verfügbar, um eine ausreichende Versorgung sicher zu stellen und das sogar im Falle einer Nachfragesteigerung. So liegt die Interpretation nahe, dass derzeit der Trend den Trend bestimmt. Der Anstieg befeuert sich selbst. Egal was auch immer passiert. Wenn es nicht als uneingeschränkt preisdrückend gilt, wird daraus ein Grund für einen Anstieg entwickelt.

Gleiches gilt für die Diskussion über den möglichen Irakkrieg. Gerade jetzt ist die Lage wenig eindeutig. In der UNO wächst die Gruppe der Kriegsgegner. Dennoch wird fast jede Regung im Sinne steigender Ölpreise interpretiert.

Der Gasölpreis bleibt heute Morgen bei seiner gestrigen Tendenz. Er zieht weiter an. Die Tonne kostet 318,50$. Damit ist der für eine Übertreibung gehaltene Spitzenwert vom 10.02. überboten.

Unsere Heizölpreise folgen natürlich den Vorgaben. Aber wieder geschieht dies nicht mit Tuchfühlung. Wieder gibt ihnen die Dollarschwäche etwas Luft. Die Entlastung ist allerdings minimal. Wenn die Vorratsdaten heute Nachmittag nur geringfügig schlechter ausfallen als bisher prognostiziert, werden abermals neue Höchststände erreicht.

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